John Higgins spricht über ein baldiges Karriereende - Schotte könnte im Schatten von Ronnie O'Sullivan abtreten
Von Tom Haferkorn
Update 03/09/2026 um 17:16 GMT+2 Uhr
John Higgins hat sich über ein mögliches Karriereende geäußert. Der vierfache Weltmeister, der wie Ronnie O'Sullivan und Mark Williams zur "Class of '92" gehört, räumte ein, dass es zunehmend schwieriger werde, den ständigen Anforderungen des Trainings und der Wettkämpfe in der Weltspitze gerecht zu werden. Der Schotte könnte sich beim Zeitpunkt seines Abschieds an O'Sullivan orientieren.
John Higgins spricht über ein mögliches Karriereende in den nächsten Jahren
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"The Rocket" hatte kürzlich 2028 als mögliches Jahr für sein Karriereende genannt.
Dabei gehört Higgins als Weltranglistensechster noch immer zur absoluten Elite im Snooker. Erst bei der Weltmeisterschaft 2026 verpasste der "Wizard of Wishaw" das Finale, als er im Halbfinale Shaun Murphy mit 15:17 unterlag.
Der viermalige Weltmeister will seinen vollen Terminkalender künftig etwas ausdünnen. Deswegen lässt er auch die English Open in der kommenden Woche aus.
O'Sullivan hat seinen Kalender hingegen bereits reduziert und spielte in der vergangenen Saison nur zwei Turniere in Großbritannien. Nach der Niederlage im Halbfinale der Wuhan Open gegen Chang Bingyu, der das Turnier sensationell gewann, deutete ”The Rocket” einen möglichen Zeitpunkt für sein Karriereende an.
”Ich werde die nächsten 18 Monate abwarten und sehen, wie es läuft”, sagte O’Sullivan. ”Ich möchte noch nicht das Handtuch werfen. Ich habe mir vorgenommen, bis dahin zu spielen. Ich möchte mir selbst eine Chance geben. Ich würde es hassen, meine Karriere mit solchen Leistungen zu beenden”, machte der siebenmalige Weltmeister deutlich.
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Ronnie O'Sullivan deutete ein Karriereende 2028 an
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Higgins schließt sich O'Sullivans Gedanken an
Ähnliche Gedanken äußerte nun auch Higgins: "Ich spiele nicht bei den English Open, und mein Plan sieht derzeit so aus, dass ich noch an einer bestimmten Anzahl von Turnieren teilnehme und dann in den nächsten vielleicht zwei Jahren einfach in den Ruhestand gehe", erklärte der 51-Jährige gegenüber der "Metro".
Higgins glaubt, dass es schwierig sei, "an vielen Turnieren teilzunehmen und dann einfach so von heute auf morgen aufzuhören. Ich denke, es könnte helfen, mich langsam zurückzuziehen."
"Wenn ich nicht so viele Turniere spiele, kann ich sehen, wie ich mich fühle, aber ich werde den Rücktritt wahrscheinlich besser verkraften", sagte der Schotte weiter.
Großen Trubel um sein Karriereende wolle Higgins nicht machen: "Ich denke, es wird in den nächsten paar Jahren soweit sein. Das glaube ich. Ronnie sagt ja, dass er daran denkt, etwa 2028 aufzuhören, also werde ich mich einfach durch die Hintertür davonschleichen."
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John Higgins (l.) und Ronnie O'Sullivan (r.) gehören beide zur bekannten "Class of '92"
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Higgins holt noch immer Titel
Im Gegensatz zu seinem Kollegen aus der "Class of '92" gibt sich Higgins die Ruhe selbst – und ist dabei weiterhin erfolgreich. In der vergangenen Saison gewann der Schotte die World Open und die Tour Championship und stand zudem in zwei großen Finals. Sowohl beim Masters als auch bei der Players Championship musste er sich jedoch geschlagen geben.
"Wir werden sehen, wie sich das im nächsten Jahr oder so entwickelt. Es ist einfach schwierig, die nötige Arbeit zu investieren", sagte Higgins. "Es ist hart. Ich möchte nicht anfangen, zu Turnieren zu kommen und den Wettkampfaspekt zu hassen, denn das ist es, was mir immer Spaß gemacht hat."
Seiner Meinung nach müsse ein Tag kommen, "an dem man sagen muss: 'Genug ist genug.' Ich glaube, unbewusst werde ich das wissen, und ich komme langsam an einen Punkt, an dem ich mich dem Ende nähern könnte", erklärte er abschließend.
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