Ronnie O'Sullivan kritisiert "übertrainierte" Schiedsrichter - Miss Rule ist Rekordweltmeister ein Dorn im Auge

Ronnie O'Sullivan hat sich kritisch über das Schiedsrichterwesen im Snooker geäußert. "Ich glaube, sie sind übertrainiert", erklärte er in einem Interview mit "TNT Sports". Dabei bezog er sich vor allem auf das Bewegungsverhalten der Referees. "Einfach den Ball herausholen und still stehen", so O'Sullivan. Darüber hinaus ist dem siebenmaligen Weltmeister der Perfektionismus ein Dorn im Auge.

Ronnie O'Sullivan hat sich kritisch über Schiedsrichter geäußert

Fotocredit: Getty Images

"Es ist mir egal, ob du in meinem Blickfeld bist", führte O'Sullivan seine Kritik weiter aus.
Immerhin habe sich der Großteil der Snooker-Elite während den Anfängen ihrer Karriere mit deutlich raueren Verhältnissen abfinden müssen. "In den Snooker-Clubs gibt es Spielautomaten und Leute, die sich streiten. Daran gewöhnt man sich", so O'Sullivan.
Um seinem Punkt Nachdruck zu verleihen, bediente er sich eines Beispiels aus seiner eigenen Laufbahn. "Einmal habe ich ein 60er-Break gespielt und musste dem Schiedsrichter nach jedem versenkten Ball sagen, dass er aufhören soll, weil er immer noch in Bewegung war und meinen Rhythmus unterbrochen hat."
In einer solchen Situation wäre es dem 49-Jährigen "lieber, er würde direkt vor mir stehen. Das ist mir egal."

O'Sullivan stößt sich an Miss Rule an

Der Perfektionismus der Referees in Bezug auf die Miss Rule missfällt O'Sullivan ebenso.
Diese Regel greift, sobald ein Spieler den Ball On nicht regelkonform spielt. Tritt dieses Szenario ein, hat der Gegner drei Möglichkeiten: Er kann den folgenden Stoß selbst übernehmen, kann seinen Gegner erneut antreten lassen oder er kann die ursprüngliche Positionierung der Bälle durch den Schiedsrichter veranlassen und seinen Konkurrenten dazu zwingen, die Szene zu wiederholen.
Das akribische Vorgehen der Spielleiter bei letzterem Szenario kann O'Sullivan nicht nachvollziehen. "Sie versuchen jeden Ball perfekt hinzulegen. Wen interessiert das? Macht das wirklich einen Unterschied?", monierte der Engländer.
"Solange er den Ball nicht versenken kann und keinen großen Vorteil hat, wird er den gleichen Stoß spielen. Ist das wirklich wichtig? Ich finde das alles ein bisschen frustrierend", so O'Sullivan.

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