Saudi Arabia Masters 2024: Jimmy White und Marco Fu überzeugen - Stromausfall sorgt für ungeplante Unterbrechung
Publiziert 01/09/2024 um 10:31 GMT+2 Uhr
Ein halbstündiger Stromausfall war Thema Nummer eins am zweiten Tag des Saudi Arabia Masters in Riad. Runde zwei war der Tag der Veteranen und der spielstarken Nachwuchstalente. Für 64 der 128 Herausforderer ist das Turnier bereits beendet. Die Weltspitze der Top 16 ist für Runde fünf gesetzt: Judd Trump, Ronnie O'Sullivan, Mark Allen und Kyren Wilson greifen erst ab Dienstag ins Geschehen ein.
White zeigt seine Klasse und schlägt Higginson
Quelle: Eurosport
In der Nachmittags-Session lieferte sich Anthony Hamilton ein Marathon-Match mit der Weltmeisterin von 2022, Mink Nutcharut aus Thailand.
Beim Stand von 2:2 war das Momentum auf der Seite von Mink, die sich mitten in einem vielversprechenden Break befand und vor dem 3:2 stand. Plötzlich wurde es dunkel: Der Strom in den Green Halls war komplett ausgefallen.
Nach der Rückkehr an den TV-Tisch drehte sich das Bild. Der German-Masters-Champion von 2017 konnte den Frame noch "stehlen".
Nach über dreieinhalb Stunden, inklusive eines Re-Racks in Frame sechs, gewann der 53-jährige "Sheriff von Pottingham" mit 4:2.
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Anthony Hamilton nutzte den Stromausfall und drehte das Match
Fotocredit: Getty Images
White und Fu machen es kurz
Deutlich kürzer als Hamilton machte es die 62-jährige Snooker-Legende Jimmy White. Der "Whirlwind" gewann souverän mit 4:1 gegen Andrew Higginson. Der 47-jährige stand überwiegend neben sich, konnte in Frame vier allerdings mit einem sauber herausgespielten Century auf 1:3 verkürzen.
White sagte schon vor dem Match: "Ich fühle mich gut und bin nach wie vor in der Lage, mein A-Game zu spielen." Nun freut er sich auf sein Drittrundenmatch mit Chinas Shooting-Star Si Jiahui.
Ebenfalls überzeugend präsentierte sich der 46-jährige Marco Fu aus Hongkong. Er besiegte den starken Waliser Nachwuchsmann Liam Davies mit 4:0 und zauberte als i-Tüpfelchen ein Century mit 123 Punkten aufs Tuch.
Ursenbacher scheidet unglücklich aus
Sein Spiel in Riad entpuppte sich als Spiegelbild seiner bisherigen Saison und verdeutlicht, wie hart das Leben als Snooker-Profi sein kann, wenn die Erfolge trotz guter Leistungen ausbleiben.
Nur knapp verpasste Alexander Ursenbacher aus Basel ein Treffen in Runde drei mit Jack Lisowski. Ursenbacher lag gegen Andrew Pagett bereits mit 3:2 vorne, aber der Waliser konnte das Match noch umbiegen.
Eine ganze Reihe vielversprechender Nachwuchskönner konnten das gestaffelte Turnier-System bei den Saudi Arabian Snooker Masters bereits nutzen, um sich buchstäblich ins Rampenlicht zu spielen.
Spektakuläre Talente werden sichtbar
Der 17-jährige Lette und Neuprofi Artemijs Zizins zog im Decider seines Matchs gegen den formstarken und erfahrenen Chinesen Xu Si mit einer spektakulären 137er-Clearance in Runde drei ein. Dort trifft er auf Thailands pfeilschnellen Breakbuilding-Künstler Thepchaiya Un-Nooh.
Auch der ebenfalls 17 Jahre alte ungarische Junioren-Europameister Bulczú Revèsz erfüllt die Erwartungen. Er schlug Veteran Mark Davis mit 4:3 und fordert nun "Antrim Ferrari" Jordan Brown, seines Zeichens Welsh-Open-Champion von 2021.
Ein ähnlicher Erfolg gelang dem 20-jährigen Robbie McGuigan, der bereits seinen zweiten Entscheidungsframe in Riad gewann, diesmal mit einer 90er-Clearance gegen den Chinesen Ma Hailong. Er spielt sein nächstes Match gegen den Shoot-Out-Champion von 2023, Chris Wakelin.
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Talent Antoni Kowalski richtet eine Kampfansage an die Routiniers
Fotocredit: Getty Images
O'Sullivan soll sich warm anziehen
Polens 20-jähriges Talent Antoni Kowalski äußerte sich nach seinem 4:0-Sieg gegen Wu Jize zum wiederholten Mal selbstbewusst in Richtung der etablierten Herren an der Spitze der Weltrangliste.
Es sei an der Zeit, dass Ronnie O'Sullivan und Co. Platz machen: "Wir werden versuchen, unsere eigenen Rekorde aufzustellen. Es ist an der Zeit, dass die neue Generation Ronnie und die anderen Spieler rauskickt. Ronnie muss ja irgendwann mal aufhören. Er ist schon Ende 40. Wir werden ganz sicher unser Bestes geben."
Der junge Pole ist gerade erst in seine erste Saison als Profi eingestiegen. Er trainiert seit seinem zwölften Lebensjahr auf einem Snookertisch, den er 2016 von der Paul Hunter Foundation gestiftet bekommen hatte.
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Mertens beim Auftakt ohne Mühe gegen Saudi Alotayyani
Quelle: Eurosport
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