Saudi Arabia Masters 2024: Ronnie O'Sullivan kritisiert sich nach Viertelfinaleinzug scharf - "Stetiger Rückgang"

Ronnie O'Sullivan stand gegen Zhang Anda beim 0:3-Rückstand fast schon vor dem Aus, kämpfte sich aber zurück und marschierte mit einem knappen 6:5-Erfolg ins Viertelfinale. Nicht genug für den hohen Anspruch des siebenmaligen Weltmeisters, der sich im Post-Match-Interview einmal mehr scharf kritisierte. Seine Karriere befinde sich seit fünf Jahren in einem "stetigen Rückgang".

131:0 zum Sieg! O'Sullivan lässt die Muskeln spielen

Quelle: Eurosport

Dem 50-Jährigen war die Enttäuschung im Eurosport-Interview ins Gesicht geschrieben. "Ich habe besser gespielt als vorher, aber es waren immer noch so viele unerzwungene Fehler und einfach nicht gut genug. Aber ich muss es akzeptieren, es ist wie es ist", sagte O'Sullivan nach dem knappen SIeg gegen den Chinesen.
Angesichts der Tatsache, dass er im Viertelfinale steht, scheint die Selbstkritik hart, zeigt aber auch den unglaublichen Anspruch, den der Engländer an sich selbst stellt. Gerade die altersbedingten Schwächen machen dem Topstar zu schaffen.
"Ich befinde mich seit wahrscheinlich fünf Jahren in einem stetigen Rückgang, es wird immer nur ein bisschen schlimmer und schlimmer. Aber du versuchst einfach durchzuhalten so lange du kannst - es passiert jedem", betonte O'Sullivan.
Die extreme Dominanz nicht mehr zu haben ist schlicht eine neue Situation für den Weltklassespieler, mit der er umgehen lernen muss. "Die meiste Zeit meiner Karriere habe ich mich so gefühlt, als habe ich im großen Ganzen alles unter Kontrolle. Ich wusste nicht, wie sehr ich in Spielen die Kontrolle habe, bis ich erlebt habe, die Kontrolle nicht zu haben", erklärte der Engländer.

O'Sullivan aktuell ohne Spaß am Spiel

Angesichts seiner aktuellen Form macht sich der aktuelle Weltranglisten-Vierte ernsthafte Gedanken um seine Zukunft. "Ich will einfach nur versuchen, es zu genießen. Ich habe nicht mehr lange übrig. Wenn ich Glück habe bin ich in den nächsten zwei oder drei Jahren noch in den Top-16, so wie ich spiele", sagt O'Sullivan, der aktuell "keinen Spaß" an seinem Spiel habe.
"Es passiert jedem, jedem Sportler. Du hast ein Hoch und bleibst dort eine Weile. Dann geht es schrittweise runter. Ich muss es einfach akzeptieren", so der siebenfache Weltmeister.
Die Selbstkritik wirkt harsch - Fakt ist: O'Sullivan ist beim Saudi Arabia Masters noch im Rennen und steht zum 146. Mal in einem offiziellen Viertelfinale. Dort trifft er am Donnerstag (19:00 Uhr live auf Eurosport und discovery+) auf den Chinesen Si Siahui.
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Unglaublicher Fluke: Zhang hat Glück auf seiner Seite

Quelle: Eurosport


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