Snooker-WM 2025 - Ronnie O'Sullivan trotz Viertelfinaleinzug im Crucible unzufrieden: "Kämpfe um mein Leben"
Update 29/04/2025 um 08:03 GMT+2 Uhr
Trotz seines Viertelfinaleinzugs bei der Snooker-Weltmeisterschaft zeigte sich Rekord-Sieger Ronnie O’Sullivan unzufrieden mit seiner Leistung. Der 49-Jährige erklärte im Interview nach seinem 13:4-Sieg gegen den Chinesen Pang Junxu, er kämpfe am Tisch aktuell "um sein Leben". Er habe Bedenken in der Runde der letzten Acht mit dem Niveau mithalten zu können und die meisten seiner Stöße "vergeigt".
O'Sullivan on fire: So gewann "The Rocket" sein Achtelfinale
Quelle: Eurosport
Schon am Dienstagnachmittag (ab 15:30 live auf Eurosport und discovery+) geht es für den siebenmaligen Weltmeister im Viertelfinale gegen den Chinesen Si Jiahui weiter.
Trotz seines deutlichen 13:4-Erfolgs nehme er allerdings nur wenig Selbstbewusstsein mit in das Duell, erklärte O’Sullivan bei "TNT Sports":
"Es war in Ordnung. Ich hatte erwartet, dass mein Gegner besser spielen würde, aber das tat er nicht. Er hat mir viele Möglichkeiten ofen gelassen, sodass das Ergebnis wahrscheinlich besser aussah als es war. Es hat sich nicht wie ein 13:4 angefühlt."
Auf die Frage, wie es ihm in seinem Achtelfinale ergangen sei, antwortete O'Sullivan: "Nicht großartig, aber ich versuche es. Das ist alles, was man tun kann. Von den ungefähr 500 Stößen habe ich 480 vergeigt - meiner Meinung nach."
O'Sullivan arbeitet mit Sportpsychiater zusammen
Bei der WM im Crucible in Sheffield arbeitet "The Rocket" mit dem Sportpsychiater Steve Peters zusammen. Der Snooker-Superstar gab zu, dass er während den ersten beiden Sessions am Sonntag mental zu kämpfen hatte.
"Es lief erstaunlich gut, wenn man bedenkt, was mir durch den Kopf ging", sagte er. "Ich wollte einfach nur weglaufen. Zu Beginn des gestrigen Nachmittags dachte ich: 'Das wird ein langer Tag'. Aber ich habe etwas gefunden, das mich ein wenig aufgemuntert hat."
O'Sullivan absolviert im Crucible sein erstes Ranglistenturnier seit November. Für ihn beginne das Turnier erst mit dem Viertelfinale, machte er gegenüber "TNT Sports" deutlich und deutete an, dass jegliche Schwächen in seinem Spiel nun gnadenlos aufgedeckt werden würden.
O'Sullivan gnadenlos: "Erwarte, dass ich Fehler machen werde"
"Ich erwarte einfach, dass ich Fehler machen werde. Ich habe bis jetzt keine gemacht, und es ist wahrscheinlich nicht so schlimm, wie ich hier gerade behaupte, aber es fühlt sich an, als ob es so schlimm werden könnte. Ich kämpfe um mein Leben."
"Ich weiß, dass ich von jetzt an auf die Probe gestellt werde", führte er mit Blick auf das Viertelfinale weiter aus. "Das wird der eigentliche Test sein. Von jetzt an wird das Niveau steigen, und ich bin mir nicht sicher, ob ich da mithalten kann, aber wir werden es bald herausfinden."
Trotz der drastischen Worte über sein eigenes Spiel gab "The Rocket" seinen Fans aber doch noch etwas Hoffnung mit auf den Weg. "Ich habe immer die Philosophie gehabt, dass es egal ist, wer auf dem anderen Stuhl sitzt, wenn ich gut spiele", sagte der 49-Jährige. "Daran glaube ich auch jetzt noch. Wenn ich mich abmühe und dann aufdrehe, spielt das keine Rolle. Das ist meine Überzeugung."
Ob O’Sullivan sein Top-Niveau erreichen kann, werden wir schon bald herausfinden.
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Quelle: Eurosport
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