Snooker-WM: Neil Robertson löst letztes Achtelfinal-Ticket - Hossein Vafaei siegt und denkt an iranische Heimat

Neil Robertson hat das letzte Achtelfinal-Ticket bei der Snooker-WM gelöst. Der Australier gewann sein Auftaktmatch im Crucible Theatre dank einer starken Performance in der zweiten Session 10:6 gegen den Chinesen Pang Junxu. Neben Robertson hat auch Hossein Vafaei die Runde der letzten 16 klargemacht. Der Iraner besiegte Si Jiahui 10:3 und sorgte danach mit Worten für seine Heimat für Aufsehen.

"Einer der spektakulärsten Bälle des Turniers": Vafaei mit Dreier-Kombi

Quelle: Eurosport

Neil Robertson nahm auch wegen eines kuriosen Zwischenfalls eine knappe 5:4-Führung mit in die zweite Session am Donnerstagabend. Der Australier schenkte einen Frame ab, obwohl er von den verfügbaren Punkten auf dem Tisch den Durchgang noch hätte gewinnen können.
Schlimmere Konsequenzen hatte das für Robertson dank eines starken Auftritts in der zweiten Session aber nicht. Sein Gegner Pang Junxu gewann zwar den ersten Frame, danach dominierte der Australier allerdings nach Belieben.
Vier Frames in Folge schnappte sich "The Thunder from Down Under" und zeigte teils beeindruckende Pots. Einer davon im 13. Durchgang, als er Blau stark lochte und mit dem Spielball einen perfekt Split spielte. Am Ende stand ein 80er-Break und das 8:5. Durch ein 82:1 erhöhte Robertson noch einmal gegen den Chinesen, der sich aber gegen die Niederlage stemmte.
Durch ein 73er-Break kam Pang auf 6:8 ran, doch Robertson war an diesem Abend einfach eine Nummer zu groß.
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"Wie kreativ war der denn?": Robertson öffnet den ganzen Tisch

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Robertson krönt Sieg mit Century

Der Weltranglistendritte krönte seinen Auftritt mit seinem einzigen Century der Partie (100) und sorgte dabei auch noch für einen Lacher. Um das Century zu erreichen, zielte er beim schwarzen Ball ganz genau und konnte sich anschließend ein Schmunzeln selbst nicht verkneifen.
Im Achtelfinale muss Robertson nun gegen Chris Wakelin ran, der Youngster Liam Pullen aus dem Turnier warf.
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Mit Spaß und Können: Robertson mit Century ins Achtelfinale

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Vafaei denkt an die Heimat

Neben Robertson hat auch Hossein Vafaei die nächste Runde erreicht. Der Iraner, der in Sheffield den Menschen in seiner Heimat Hoffnung geben will - startete gut in die WM.
Der 31-Jährige schaltete in seinem Erstrundenmatch den Chinesen Si Jiahui mit 10:3 aus und trifft nun auf Judd Trump.
Vafaei, erster Snooker-Profi aus dem Iran, ist bereits zum fünften Mal auf der großen Bühne des Crucible Theatre dabei. "Ich kämpfe auch für mein Land, für meine Familie und ich gebe mein Bestes", sagte Vafaei der "BBC".
Er hoffe, dass der Krieg, der am 28. Februar mit US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf den Iran begann, bald vorbei sei. "Dann kehrt die Sicherheit in mein Land zurück."
Der "Persische Prinz" hatte bereits 2023 und 2025 das Achtelfinale erreicht. Im Duell mit Trump muss er nun wieder die Lage im Iran ausblenden. Das sei nicht einfach.
"Man bekommt tagsüber eine schlechte Nachricht und kann sich nicht auf seinen Job konzentrieren", sagte Vafaei, "wie soll ich mich da konzentrieren?"
Der Iraner ist übrigens der einzige Spieler im Achtelfinale, der bei der WM nicht gesetzt war. Das 15 von 16 gesetzten Spielern die erste Runde überstanden, gab es zuvor nur 1983 und 1993.
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"Einer der spektakulärsten Bälle des Turniers": Vafaei mit Dreier-Kombi

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Murphy gelingt Auftakt ins Achtelfinale

Shaun Murphy war derweil bereits im Achtelfinale gefordert und startete stark. Nach der ersten von drei möglichen Sessions führt der Engländer im Crucible Theatre gegen Xiao Guodong mit 6:2. Vor allem sein 5:0-Auftakt lässt "The Magican" vom Viertelfinale träumen.
Murphy zeigte von Beginn an eine konzentrierte Leistung und stellte nach seiner 1:0-Führung durch ein 79er-Break und ein Century Break (103) schnell auf 3:0.
Auch die nächsten beiden Frames gewann der Weltmeister von 2005 recht souverän. Dann wendete sich das Blatt etwas. Xiao wurde stärker, Murphy vorerst etwas zu lässig. Der Chinese verkürzte auf 2:5 aus seiner Sicht.
Dank eines 61-Breaks verabschiedete sich Murphy allerdings stark aus der ersten Session. Sein letzter Pot fiel mit einem Fluke dann glücklich. Sollte er die Mischung aus Können und Glück weiter behalten, steht einem Viertelfinale nichts im Wege.
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Murphys "glückliches" Ende: Engländer mit Fluke zum Abschluss

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Wilson kämpft sich zurück - und mit seinem Queue

Für Kyren Wilson verlief der Start ins Achtelfinale hingegen alles andere als ideal. Der Weltranglistenzweite haderte wiederholt mit seinem Queue und liegt nach der ersten Session gegen Mark Allen mit 3:5 zurück.
Der Beginn lief für den Engländer nicht so schlecht, dann folgte einer starken Roten allerdings auch der Spielball in eine Tasche. Allen kam an den Tisch und holte sich das 1:0. Schon im ersten Frame schimpfte Wilson erstmals mit seinem Queue.
Auch im Anschluss wurde es nicht besser. Der Engländer ließ teils die leichtesten Pots liegen und Allen zog davon. Immer wieder werkelte der 34-Jährige an seiner Pomeranze rum - zunächst allerdings ohne Erfolg.
Allen konnte jedes der folgenden vier Frames gewinnen und es sah so aus, als könnte sich der Nordire einen hohen Vorsprung für die kommenden Sessions erspielen. Doch Wilson trägt nicht umsonst den Spitznamen "The Warrior".
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"Ist das ärgerlich": Wilson foult nach starkem Pot

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"The Warrior" schlägt zurück

Er biss sich zurück in das Match, bekam seinen Queue und seine Potting-Probleme in den Griff und kam auf 3:5 ran - immerhin ein versöhnlicher Abschluss der Session für Wilson.
Der beklagte sich übrigens nicht das erste Mal wegen seines Materials. Schon nach dem ersten Match gegen Stan Moody beschwerte sich Wilson: "Ich hasse meinen Queue einfach, ich kämpfe ständig damit", sagte er. Ob der Engländer die Probleme bereits in der zweiten Session am Freitag (15:30 Uhr live bei HBO Max) in den Griff kriegt, wird sich zeigen.
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Probleme mit der Pomeranze: Wilson drückt Queue in Boden

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(mit SID)
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Frust bei Wilson: Engländer hadert nach verpasstem Pot mit Queue

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