Snooker-WM: Mark Allen nach Niederlage gegen Wu Yize im Halbfinale "am Boden zerstört" - Bitteres Aus trotz Großchance
Update 03/05/2026 um 11:57 GMT+2 Uhr
Die Bilder dieses Halbfinals dürften Mark Allen noch lange verfolgen, nicht nur wegen des verpassten Finaleinzugs bei der Snooker-WM 2026, sondern vor allem wegen der Art und Weise, wie dem Nordiren die Partie entglitt. Nach der dramatischen 16:17-Niederlage im Crucible Theatre gegen Wu Yize stand bei Allen vor allem eins im Fokus: die Aufarbeitung des Moments, der das Match kippen ließ.
"Das wird lange schmerzen": Allen reagiert auf bitteres WM-Aus
Quelle: Eurosport
Allen machte nach der Partie keinen Versuch, den entscheidenden Fehlschuss auf die Schwarze im 32. Frame zu relativieren: "Ich hatte meine Chancen und habe es ehrlich gesagt komplett vermasselt. Normalerweise traue ich mir unter Druck viel zu, aber heute bin ich damit nicht klargekommen", sagte der Weltranglisten-14. gegenüber der "BBC".
"Es wird eine Weile dauern, bis ich über diese Schwarze hinwegkomme", sagte der 40-Jährige und sprach offen aus, was viele Beobachter dachten: "Wenn man so eine schwarze Kugel verschießt, verdient man es nicht, zu gewinnen. Ich hatte mehr als genug Möglichkeiten. Ich wünsche Wu viel Glück."
Trotz der Enttäuschung fand der Snooker-Star anerkennende Worte für seinen Gegner: "Wu hat wirklich stark gespielt, großes Lob an ihn. Ich glaube, er wird Weltmeister. Auch wenn ich am Boden zerstört bin, denke ich, dass der Richtige im Finale steht."
Zudem zeigte er sich beeindruckt von den Stärken des Finalisten: "Die Art, wie Wu spielt, ist großartig für den Sport, er locht einige unglaubliche lange Bälle. Beim Stand von 16:14 hat er eine starke Clearance gespielt, und er scheint mit dem Druck gut umgehen zu können. Selbst wenn er diesmal nicht gewinnt, glaube ich, dass er noch viele Weltmeistertitel holen wird."
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Unfassbar! Allen vergibt den sicheren Einzug ins WM-Finale
Quelle: Eurosport
Allen: "Es sollte nicht sein"
Auch im Gespräch mit "Eurosport" wurde Allen noch einmal deutlich und blickte auf den mentalen Druck zurück: "Es wird noch eine Weile schmerzen. Ich habe den Druck einfach nicht handhaben können. Es gab genug Chancen." Rückblickend zog er ein schonungsloses Fazit: "Am Ende habe ich wahrscheinlich das bekommen, was ich verdient habe."
"Ich habe der Schwarzen genug Aufmerksamkeit gegeben, das war jetzt nichts anderes, als bei anderen Stößen. Ich habe sie einfach verschossen. Es sollte einfach nicht sein. Das wird noch eine Weile wehtun, aber ich werde die richtigen Schlüsse daraus ziehen können."
Wu will in Zhaos Fußstapfen treten
Während Allen sein WM-Aus aufarbeitete, zeigte sich auch Wu nach dem Match emotional und selbstkritisch: "Ich habe das Gefühl, dass ich mich von der Nervosität noch immer nicht erholt habe. Es tut mir leid für Mark. In der letzten Session habe ich einige Fehler im Safety-Spiel gemacht und gegen Ende hatte ich dann etwas Glück."
"Ich möchte mein Bestes geben und alles, was ich habe, investieren, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen." Damit möchte der 22-jährige Chinese "gerne in die Fußstapfen von Zhao Xintong treten", doch Finalgegner Murphy habe während des gesamten Turniers stark gespielt.
Wu erlebt "Emotionale Achterbahnfahrt"
Auch gegenüber "Eurosport" deutete Wu an, wie nah er an der Niederlage war: "Ich war so nervös, ich war so nah dran, das Match zu verlieren", erklärte er die Extremsituation: "Zum ersten Mal, dass ich das wirklich erfahren musste, so knapp dran zu sein."
Wu erklärte, warum er dennoch ruhig bleiben konnte: "Ich bin sehr selbstbewusst, sehr zuversichtlich. Meine Form war zuletzt sehr gut. Außerdem war es für mich leichter, weil ich nicht so viele Erwartungen hatte im Vorfeld der WM." Der Finaleinzug fühle sich für ihn daher "wie eine Belohnung an".
Vor allem der entscheidende Moment ließ den Youngster ungläubig zurück: "In dem Moment bin ich gar nicht mehr zum Stuhl zurückgegangen, ich wollte eigentlich bereit sein, den Handschlag zu geben", sagte der 22-Jährige. "Ich konnte nicht glauben, dass das wirklich passiert ist. Ich habe gezittert."
Mit Blick auf das Finale (13:45 Uhr live im Stream auf HBO Max) machte er schließlich klar, wie sehr ihn das Erlebte am Vorabend noch beschäftigte: "Ich bin sehr aufgeregt, ich glaube, ich muss heute Abend ein paar Schlaftabletten nehmen wegen der emotionalen Achterbahnfahrt."
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"Ich war so nervös ...": Wu Yize über das Halbfinal-Drama gegen Allen
Quelle: Eurosport
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