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Rolf-Kalb-Blog: Llandudno macht vielen viel Freude - Mark Selby gewinntin Wales im Finale gegen Stephen Maguire
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Publiziert 17/02/2025 um 15:57 GMT+1 Uhr
Mark Selby hat die Welsh Open im walisischen Llandudno gewonnen. Für den 41-Jährigen war es bereits der 24. Triumph bei einem Weltranglisten-Turnier. Im Finale in der Venue Cymru setzte sich Selby mit 9:6 gegen Stephen Maguire durch. Selby hatte nach dem Zwischenstand von 6:6 die letzten drei Frames gewonnen. Eurosport-Experte Rolf Kalb weist in seinem Blog auf die positiven Aspekte hin.
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Quelle: Eurosport
Mark Selby reitet derzeit auf einer Welle des Erfolges. Bei den Welsh Open holte er schon seinen zweiten Titel innerhalb von zwei Wochen. Anfang Februar hatte er bereits die Championship League gewonnen. Im September hatte er zudem auch die British Open gewonnen.
Was für einen Unterschied doch ein paar Monate machen können. Nach der Weltmeisterschaft lag Mark Selby noch auf dem Boden, dachte ernsthaft über sein Karriereende nach. Nun ist er wieder oben. Mich hat es sehr gefreut, zu sehen, dass er wieder mit Freude Snooker spielt.
Klar: Seine mentalen Probleme haben sich nicht verflüchtigt. Aber er scheint derzeit einen Weg gefunden zu haben, um damit umzugehen. Das ist gut für ihn selber, aber auch für Snooker.
Die Schlüsselszene im Finale gegen Stephen Maguire verdeutlicht den Unterschied. Mark Selby schien auf dem sicheren Weg zum 7:5, bis er im zwölften Frame nach 60 Punkten einen roten Routine-Ball auf die Ecktasche verschoss. Mit einer brillanten 71er-Clearance (vier Rote lungerten dabei an einer Bande rum) schaffte Maguire doch noch den Ausgleich.
Selby nach Pause unaufhaltsam
Danach folgte das Midsession Interval. Diese Pause kann Fluch oder Segen sein. Der verunsicherte Selby früherer Monate hätte an diesem horrenden Fehler herumgeknabbert. Das hätte ihn leicht das Match kosten können.
Der Mark Selby von gestern nutzte aber die 15 Minuten, um den Fehler beiseitezulegen und sich wieder seiner Stärken zu besinnen. Gewiss spielte er nicht fehlerlos, aber sein Scoring war deutlich besser als das von Maguire. So dominierte er nach dem Interval und gewann die drei Frames in Folge.
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An einer Endspiel-Niederlage hat man immer zu knabbern. Das wird bei Stephen Maguire nicht anders gewesen sein. Trotzdem fand ich es toll zu sehen, dass der schottische Kämpfertyp wieder zurück ist. Das nämlich habe ich in den letzten Jahren bei ihm vermisst.
Maguire meldet sich zurück
Mit seinen kämpferischen Qualitäten hat Stephen Maguire für mich auf jeden Fall die Möglichkeit, in den Elitekreis des Snooker zurückzukehren. Das wäre eine Bereicherung. Immerhin hat er in Llandudno unter anderem Mark Williams, Jack Lisowski und Ali Carter geschlagen. Das war kein Spaziergang.
Belohnt wurde er für seine Leistung bei den Welsh Open mit 45.000,- Pfund. Das ist nicht schlecht. Wichtiger aber noch: Mit dem Erreichen des Finales in Wales hat er auch das Ticket für den World Grand Prix in Hongkong gelöst. Dort wartet allerdings mit Shaun Murphy ein schwerer Auftaktgegner auf ihn.
So langsam geht die Saison in die entscheidende Phase. Jeder hat schon die Weltmeisterschaft im Blick. Wermutstropfen dabei: Nach den World Open gibt es mit dem World Grand Prix, der Players Championship und der Tour Championship nur noch Turniere für die Saison-Besten. Der ganze Rest hat dann etwa fünf Wochen Wettkampf-Pause, bevor es in der WM-Qualifikation dann richtig ernst wird und für viele der Überlebenskampf beginnt. Das ist suboptimal, um es einmal zurückhaltend zu formulieren.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
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