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Totaler Triumph für Audi
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Publiziert 13/06/2010 um 16:50 GMT+2 Uhr
Demonstration von Audi, Debakel für Peugeot: Der Autobauer aus Ingolstadt ist beim 24-Stunden-Spektakel von Le Mans mit einem überlegenen Dreifacherfolg auf den Langstreckenthron zurückgekehrt. Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller entschieden das spannende Rennen für sich.
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Demonstration von Audi, Debakel für Peugeot: Der Autobauer aus Ingolstadt ist beim 24-Stunden-Spektakel von Le Mans mit einem überlegenen Dreifacherfolg auf den Langstreckenthron zurückgekehrt. Mit dem vom Siegertrio Timo Bernhard, Romain Dumas und Mike Rockenfeller angeführten Triumph revanchierte sich Audi am Sonntag für die herbe Schlappe vor zwölf Monaten, als der diesmal von technischen Defekten schwer gebeutelte Rivale Peugeot ausgerechnet beim 100-jährigen Audi-Jubiläum einen Doppelerfolg gefeiert hatte.
"Es war eines der spannendsten Rennen in der Le-Mans-Geschichte, ein Kampf auf Biegen und Brechen. Dieser Dreifachsieg ist das vierte Triple für Audi in Le Mans und zweifellos der wertvollste und am härtesten erkämpfte Sieg in unserer Unternehmensgeschichte", sagte Audi-Vorstand Rupert Stadler, nachdem die Vier-Ringe-Armada in Formationsfahrt die Ziellinie überquert hatte.
Das reine Audi-Podest komplettierten die Teams um Marcel Fässler und um Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen. Und während Audi sich bei der 78. Auflage des Klassikers auch noch über einen Streckenrekord und in dem 26-Jährigen Rockenfeller über seinen bisher jüngsten Sieger bei dem Klassiker freuen durfte, erlebte die Konkurrenz aus Frankreich ein Fiasko - wegen technischer Defekte kam keiner der vier gestarteten Peugeot 908 HDi ins Ziel.
Dieses Schicksal teilte der frühere Formel-1-Weltmeister Nigel Mansell, der einen spektakulären Unfall mit einigen Prellungen glimpflich überstand. Der 56 Jahre alte Brite, der sein Le-Mans-Debüt mit seinen Söhnen Greg und Leo in Angriff genommen hatte, war kurz nach dem Start wegen eines Reifenschadens mit seinem Ginetta-Zytek gegen eine Leitplanke geprallt. Nach einer Untersuchung im Streckenhospital wurde aber Entwarnung gegeben.
Zufriedenheit allenthalben
Audi verdankte seinen insgesamt neunten Gesamtsieg, mit dem die Bayern in der ewigen Le-Mans-Bestenliste auf Platz zwei hinter Spitzenreiter Porsche (16) zu Ferrari aufschlossen, mustergültiger Zuverlässigkeit. Im Gegensatz zu der beim Speed überlegenen Peugeot-Konkurrenz erledigten sowohl die drei R15 TDI als auch die neun Fahrer ihre Arbeit nahezu mit der Präzision eines Uhrwerks. Zudem musste das Sieger-Trio über die Rekorddistanz von 5410,713 Kilometern lediglich 33 Mal an die Boxen.
"Wir waren ziemlich sicher, dass wir unsere Vorbereitungen gut erledigt haben", lobte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich die akribische Arbeit der vergangenen zwölf Monate. Doch die Sieger fühlten auch mit dem geschlagenen Rivalen. "Es war hart, beim letzten Turn mitzuerleben, was da bei unseren Konkurrenten für Emotionen freigesetzt wurden", sagte der Däne Kristensen, der die Chance auf seinen neunten Le-Mans-Sieg am Vorabend bei einem Rutscher in die Reifenstapel eingebüßt hatte.
Peugeot lässt Federn
Noch viel schlimmer war aber Peugeot dran. Nach anfänglicher Dominanz ereilte die Marke mit dem Löwen-Logo ein Ausfall nach dem anderen. Schon nach zweieinhalb Stunden wurde der erste Wagen mit einer blauen Plane abgedeckt - Aufhängungsschaden. Am frühen Sonntagmorgen musste dann der bis dahin souverän an der Spitze liegende 908 HDi von Ex-Formel-1-Pilot Franck Montagny aufgeben - Motorschaden.
Und nach einem weiteren Motorschaden am dritten Werksauto zwei Stunden vor dem Ende des Rennens schied auch noch der Peugeot des Privatteams Oreca aus, ebenfalls wegen eines kaputtgegangenen Triebwerks. Immer war es derselbe Grund: Schaden an der rechten Zylinderbank. "Es ist schrecklich, es ist ein harter Schlag. Es ist ein Jammer und tut weh!", klagte Peugeot-Sportdirektor Oliver Quesnel, der am Ende am Kommandostand mit den Tränen kämpfte.
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