Siperbike: Stefan Bradl bei Debüt in den Punkten

Der frühere Motorrad-Weltmeister Stefan Bradl hat sich bei seinem Debüt in der Superbike-WM mit einem Punkt begnügen müssen. Im ersten Lauf der neuen Saison wurde der 27-Jährige mit seiner Honda auf Phillip Island/Australien 15. Bradl ist nach fünf Jahren in der Königsklasse MotoGP in die WM für seriennahe Maschinen gewechselt.

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Fotocredit: Eurosport

Erfolgreicher als der Moto2-Champion von 2011 war der zweite deutsche Fahrer im Feld. Der 22-jährige Markus Reiterberger (BMW) belegte beim Auftakt der 30. Superbike-Saison den zwölften Rang. Beim britischen Dreifachsieg setzte sich Weltmeister Jonathan Rea (Kawasaki) vor Chaz Davies (Ducati) und Tom Sykes (Kawasaki) durch.
Bradl gibt sich nach dem Rennen auf Phillip Island kritisch: "Mit diesem Ausgang des ersten Rennens können wir natürlich nicht zufrieden sein. Es war vorherzusehen, dass nicht einfach wird, aber ich erledige hier eigentlich nur einen Testfahrerjob. Das gilt übrigens auch für meinen Teamkollegen Nicky (Hayden). Mit unserem Motorrad haben wir noch mehr Baustellen als uns lieb ist. Abgesehen von den Bremszonen, gibt es im Moment noch nicht viele weitere Pluspunkte auszumachen.
Der 27-Jährige hat schon am Sonntag (05.00 Uhr MEZ) beim zweiten Rennen auf der ersten von insgesamt 13 Stationen die Chance, sich zu verbessern. Bis dahin gilt es allerdings noch einige Schwachstellen zu beheben: "Das grösste Problem ist, dass wir im Kurvenausgang absolut keinen Grip haben, sobald der Reifen beginnt abzubauen. Ausserdem regelt die Elektronik sehr unkontrolliert. Es kommt oftmals zu Situationen, die ich nicht nachvollziehen kann. Das Zusammenspiel zwischen Traction-Control und Throttle-Connection funktioniert überhaupt nicht und ist meiner Meinung nach sowie überflüssig. So kann man auf keinen Fall vernünftig Rennen fahren. Die gleichen Kommentare kommen übrigens auch von Nicky: das Motorrad ist auf der Bremse stark, aber das war es auch schon."
Aktuell fahren Stefan Bradl und sein Team-Kollege der Konkurenz nur hinter her:
"Für mich, als Neueinsteiger in dieser Kategorie, weiss ich nun zumindest, wie die Reifen über eine Renndistanz funktionieren. Doch auf der anderen Seite ist Nicky, der bereits auf mehr Erfahrung als Superbike-Fahrer zurückgreifen kann, genauso leichte Beute wie ich. Diese Tatsache bestätigt, wie es um unser Projekt steht. Wir befinden uns damit zwar immer noch in einer sehr frühen Phase, aber es muss sich schleunigst etwas ändern, sonst stehen wir bald vor einem richtig grossen Problem", mahnt Bradl mit Blick auf die nächsten Rennen.
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