Doch der Waliser machte schon am Ende des ersten Umlaufs in der Schikane vor Start/Ziel einen Fehler und fiel hinter Rea und seinen Teamkollegen Bautista zurück. Rea konnte sich in der Folge einen kleinen Vorsprung von etwa einer Sekunde aufbauen, während dahinter ein Duell zwischen den beiden Ducati-Teamkollegen entbrannte, denn Bautista konnte das Tempo von Rea nicht halten.
Somit attackierte Davies und drückte sich schließlich nach fünf Runden in der zweiten Rivazza-Linkskurve an Bautista vorbei. Davies nahm die Verfolgung von Rea in der zweiten Rennhälfte auf, doch Rea machte keine Fehler und hielt die Panigale V4 R auf etwa eine Sekunde auf Distanz. Bautista konnte dem Duo nicht mehr folgen und sicherte den dritten Platz ab, denn die restlichen Fahrer waren schon weit hinter die Top 3 zurückgefallen.
Rea feierte seinen zweiten Sieg an diesem Wochenende und hat von der Pole-Position die beste Ausgangsposition für das zweite Hauptrennen. "Ich freue mich sehr für mein Team und bedanke mich bei allen, dass sie daran glauben. Ich liebe diese Strecke, es ist die perfekte Situation für uns", freut sich Rea. "Vier, fünf Runden vor Rennende sah ich Regentropfen und wurde nervös. Dann musste ich mich überzeugen, dass es nicht nass war und konnte den Vorsprung vergrößern."
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Kompromisse bei der Abstimmung

Das Warm-up am Morgen war noch auf nasser Piste über die Bühne gegangen. Bis zum Superpole-Rennen hatte es aufgehört zu regnen, doch der Himmel über Imola war stark bewölkt. Außerdem wurden nur 13 Grad Celsius Lufttemperatur gemessen. "Ich hatte eine Hybrid-Abstimmung", sagt Davies, "das Bike war halb für Regen und halb für trockene Strecke abgestimmt."

Die Schlussrunde in Imola: Rea fährt zum Sieg

Nach zwei dritten Plätzen war dieser zweite Platz das beste Saisonergebnis für Davies. "Ich bin sehr zufrieden, die Rundenzeiten waren sehr gut. Der Regen hat den ganzen Grip weggewaschen und in der Acque Minerali war es noch etwas feucht." Und zu seinem Fehler in der Schikane sagt er: "Zum ersten Mal habe ich so hart gebremst wie im Training. Die Front war etwas weicher abgestimmt und der Rutscher hat mich überrascht. Nach meinem gestrigen Ausfall ist das Ergebnis aber nicht so schlecht."

"Schwierige Bedingungen" für Alvaro Bautista

Auf der anderen Seite war Rang drei das bisher "schlechteste" Ergebnis von Bautista in diesem Jahr. "Die Bedingungen sind kniffliger als gestern. Das macht es für mich noch schwieriger, weil die Strecke für mich neu ist und ich bei diesen Bedingungen noch nicht gefahren bin", sagt der Spanier:
Dieses Wochenende ist sehr schwierig für uns und wir müssen das Maximum herausholen. Ich bin recht zufrieden.
Mit zehn Sekunden Rückstand war Michael van der Mark (Yamaha) der erste Verfolger des Top-Trios. Dessen Teamkollege Alex Lowes folgte als Fünfter. Leon Haslam konnte mit der zweiten Kawasaki nur auf den ersten Metern nach dem Start vorne mitmischen. Dann fiel der Routinier hinter die beiden Yamahas zurück und kam als Sechster ins Ziel.

Starke Aufholjagd von Tom Sykes

Die dritte Startreihe im zweiten Hauptrennen (zur Startaufstellung) wird der Türke Toprak Razgatlioglu (Puccetti-Kawasaki) anführen, der als Siebter ins Ziel kam. Eine starke Aufholjagd zeigte Tom Sykes. An seiner BMW gab es ein Problem, weshalb der Ex-Weltmeister ohne Aufwärmrunde aus der Boxengasse starten musste. Sykes arbeitete sich aber durch das Feld und eroberte noch den achten Platz.
Der beste Deutsche im Superpole-Rennen war Markus Reiterberger, der mit seiner BMW fünf Sekunden hinter Sykes und Jordi Torres (Pedercini-Kawasaki) als Zehnter ins Ziel kam. Sandro Cortese (GRT-Yamaha) mühte sich nach seinen Stürzen an den Vortagen auf Platz 13. Dessen Teamkollege Marco Melandri fuhr nur als 17. und Vorletzter ins Ziel.
In der WM hat Rea seinen Rückstand auf Bautista auf 43 Punkte verkürzt.
Wegen starker Regenfälle entschied die Rennleitung zusammen mit der Sicherheitskommission, das zweite Rennen am Sonntag abzusagen. Der nächste Lauf findet vom 7. bis 9. Juni in Jerez/Spanien statt.
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