Rea schnappte sich schon in den ersten Kurven nach dem Start die Führung und gab sie im Laufe der 20 Runden nicht mehr ab. Rasch konnte der Nordire seine Verfolger Melandri und Lorenzo Savadori (Milwaukee Aprilia) abschütteln und fuhr ungefährdet seinem elften Saisonsieg entgegen. In der Weltmeisterschaft baute Rea seinen Vorsprung auf 104 Punkte aus, also auf mehr als vier Rennsiege.
Insgesamt war es Reas 65. Karriereerfolg - die Zahl seiner eigentlichen Startnummer - sowie der 50. mit Kawasaki. "Was für eine coole Zahl, ich bin sehr stolz. Mein Team hat das Motorrad beim Test perfekt vorbereitet. Jetzt ging es nur darum, die Details zu polieren und dass ich meinen Rhythmus finde", sagte Rea zu seinem Triumph. Die Titelverteidigung ist ihm in den ausstehenden sieben Rennen kaum noch zu nehmen.
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Savadori wirft Chancen aufs Podest weg

Melandri hatte im Ziel eineinhalb Sekunden Rückstand, weil Rea schon etwas das Tempo drosselte. In der ersten Rennhälfte konnte der Italiener noch halbwegs den Anschluss an Rea halten, aber dann musste er abreißen lassen. "Mir war klar, dass Johnny eine bessere Pace hat als ich", sagte der Routinier:
Ich habe in den ersten Runden versucht, ihm zu folgen und habe davon geträumt, dass er irgendwann langsamer wird. Aber als die Reifen nachgelassen haben, wurde ich langsamer als er. Platz zwei ist wie ein Sieg.
In der ersten Rennhälfte mischte Savadori vorne mit. Der Aprilia-Pilot hing am Hinterrad von Melandri und hatte Chancen auf das Podest. Aber neun Runden vor Rennende stürzte Savadori und war draußen. Davon profitierte van der Mark, der über weite Strecken ein einsames Rennen fuhr. "Für mich war es eine Überraschung, denn ich hatte vom Start weg Probleme mit dem Motorrad. Ich fühlte mich nicht wohl", kommentierte der Niederländer. "Weil Lorenzo gecrasht ist, habe ich Platz drei geerbt. Das ist ein wichtiges Ergebnis für die Weltmeisterschaft."

Rea im Siegerinterview: "Heute ging es um Details und den Rhythmus"

Fores räumt Eugene Laverty ab

Chaz Davies zeigte nach den verkorksten Trainings eine deutlich bessere Leistung im Rennen. Der Ducati-Werksfahrer erwischte einen super Start und war nach der ersten Runde von Startplatz 14 schon Sechster. Er schnappte sich bald Tom Sykes (Kawasaki) und schaffte mit Rang vier Schadensbegrenzung. Das bedeutet die Pole-Position für Lauf 2. Von Sykes war in diesem Rennen nicht viel zu sehen. Er fuhr als Fünfter ins Ziel.
Eine entscheidende Szene spielte sich gleich nach dem Start in Kurve 3 ab. Xavi Fores (Barni-Ducati) verbremste sich und räumte den vor ihm fahrenden Eugene Laverty (Milwaukee Aprilia) ab. Beide stürzten, blieben aber unverletzt. Für Laverty, der von der Pole-Position gestartet war, endete das Rennen somit bereits nach drei Kurven. Da später auch sein Teamkollege Savadori ausschied, war es ein Tag zum Vergessen für das Milwaukee-Team.
Und auch die Honda-Mannschaft konnte sich nicht in Szene setzen. Leon Camier kam in der achten Runde wegen eines technischen Problems von der Strecke ab und gab anschließend an der Box auf. Jake Gagne sammelte als 13. zumindest WM-Punkte. PJ Jacobsen vom Triple-M-Team fuhr ebenfalls an die Box und schied vorzeitig aus.
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