Im hinteren Mittelfeld kämpfte Stefan Bradl (Honda) und sammelte als Zwölfter WM-Punkte. Markus Reiterberger (Althea-BMW) ging als 16. leer aus .
Die gedrehte Startaufstellung hatte zu Rennbeginn kaum Auswirkungen. Rea war nach der ersten Runde schon Dritter und es bildete sich in der Folge eine große Spitzengruppe mit den beiden Yamaha-Fahrern Alex Lowes und Michael van der Mark, dem Ducati-Duo und den beiden Kawasaki-Stars. In der vierten Runde schnappte sich Rea erstmals die Führung, aber er konnte sich nicht entscheidend vom Feld absetzen.
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Lange hielten sich die beiden Yamaha-Fahrer in der Spitzengruppe, bis Lowes in der achten Runde in der Schikane geradeaus fuhr und auf Platz 13 zurückfiel. Auch van der Mark und Sykes verloren im letzten Renndrittel den Anschluss und nur noch Rea, Davies und Melandri kämpften in den letzten Runden um den Sieg. Davies schnappte sich sechs Runden vor Schluss erstmals die Führung. Melandri zog zwei Umläufe später ebenfalls an Rea vorbei, doch der Weltmeister konterte und schnappte sich wieder Platz zwei.
In der letzten Runde war Rea wieder am Führenden Davies dran und bremste sich in der Schikane vor der Gegengeraden vorbei. Davies hatte aber die bessere Linie und beschleunigte die Kawasaki aus. Die Entscheidung war gefallen. Davies gewann sein 21. Rennen und zog damit mit dem zweifachen Weltmeister Max Biaggi gleich. In der WM beträgt sein Rückstand auf Rea nun 50 Punkte. Damit ist Davies wieder WM-Zweiter .

Jonathan Rea gratuliert Chaz Davies

"Es war ein gutes Duell", lacht Davies im Parc Ferme. "Das habe ich nach diesem Wochenende gebraucht, denn seit der ersten Runde am Freitag war es ein Desaster", denkt er an den Motordefekt im ersten Freien Training, wodurch er keinen Longrun simulieren konnte. Dem Briten war deutlich anzumerken, dass ihm eine große Last von den Schultern gefallen ist. "Wir verdienen diesen Sieg. Ich bin sehr glücklich, dass ich jetzt auf Platz eins stehe."
Nach fünf Siegen in Folge nimmt Rea den zweiten Platz dennoch gelassen: "Ich habe dieses Rennen genossen. Ich bin recht früh in Führung gegangen, aber ich konnte nicht wegfahren, weil es auf der Geraden sehr windig war", spricht er die starken Windböen an, die auch die TV-Kameras durchschüttelten. "In der letzten Runde habe ich um den Sieg gekämpft und es probiert, aber es hat nicht geklappt. Gratulation an Chaz. Nach dem gestrigen Crash heute zu gewinnen, ist beeindruckend."
Melandri fehlten schließlich 2,5 Sekunden auf seinen Teamkollegen. In den letzten zwei Runden konnte er nicht mehr in das Duell um den Sieg eingreifen. "Es ist immer schön, auf dem Podium zu stehen. Das Rennen war gut", zieht er erste Bilanz. "Ich dachte, dass sich Johnny absetzen will, aber ich konnte ihn einholen. Nach zehn Runden bekam ich Probleme mit dem Vorderreifen und ich konnte nicht hart bremsen. Ich machte einige Fehler und wäre beinahe gestürzt. Am Ende konnte ich deshalb nicht mit ihnen um den Sieg kämpfen. Es fehlt noch ein bisschen, um gegen die Topfahrer zu kämpfen."

Stefan Bradl kämpft im Mittelfeld

Sykes war nur zu Beginn in der Spitzengruppe dabei und kam zehn Sekunden hinter Davies als Vierter ins Ziel. Van der Mark war schließlich auf Platz fünf der beste Yamaha-Fahrer. Xavi Fores (Barni-Ducati) zeigte nach seinem gestrigen Feuerzwischenfall eine starke Leistung und eroberte Position sechs. Jordi Torres (Althea-BMW), Leandro Mercado (Ioda-Aprilia), Eugene Laverty (Milwaukee-Aprilia) und Leon Camier (MV Agusta) komplettierten die Top 10.
Stefan Bradl war über weite Strecken in eine große Kampfgruppe mit Torres, Laverty, Mercado und Camier verwickelt. Über die Renndistanz verlor der Honda-Pilot etwas Boden und kam knapp hinter Roman Ramos (Go-Eleven-Kawasaki) als Zwölfter ins Ziel. Die weiteren WM-Punkte gingen an Lowes, Randy Krummenacher (Puccetti-Kawasaki) und Julian Simon (Milwaukee-Aprilia). Markus Reiterberger verpasste als 16. die Punkteränge um weniger als eine Sekunde. Nicky Hayden (Honda) musste mit technischen Problemen an der Box aufgeben.Die nächste Runde der Superbike-WM findet vom 28.-30. April in Assen (Holland) statt.
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