Es habe sich lediglich um einen stressbedingten Ohnmachtsanfall gehandelt, erklärte eine Betreuerin der Amerikanerin. In der Vergangenheit habe es bereits ähnliche Vorfälle gegeben.
Fuentes sprach kurze Zeit später mit der "Marca" über den Moment, als sie merkte, dass etwas mit Alvarez nicht stimmte: "Es war ein großer Schreck. Ich hatte Angst, weil ich sah, dass sie nicht atmete, aber jetzt geht es ihr sehr gut."
Zugleich äußerte die frühere Weltklasse-Synchronschwimmerin Kritik an den Rettungsschwimmern, die bei der WM in der Schwimmhalle im Einsatz waren.
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"Ich musste reinspringen, weil die Rettungsschwimmer es nicht gemacht haben", berichtete Fuentes. Diese hätten stattdessen nur "geglotzt". "Ich glaube, sie hat mindestens zwei Minuten lang nicht geatmet, weil ihre Lungen voller Wasser waren", erzählte sie weiter. Anschließend habe ihr Schützling "das Wasser erbrochen, gehustet, und das war es. Aber es war ein großer Schreck."

Anita Alvarez wird von ihrer Trainerin Andrea Fuentes gerettet

Fotocredit: Getty Images

Fuentes über Alvarez: "An ihre Grenzen gegangen"

"Morgen wird sie sich den ganzen Tag ausruhen und mit dem Arzt entscheiden, ob sie das Mannschaftsfinale frei schwimmen kann oder nicht", sagte Fuentes und bedankte sich "für all die guten Wünsche für Anita".
Auf Instagram schrieb die Trainerin zudem: "Sie ist einfach an ihre Grenzen gegangen und hat sie gefunden. Aber Anita geht es gut und die Ärzte haben auch gesagt, dass es ihr gut geht. Wir alle wissen, dass das auch in anderen Sportarten passiert: Radfahren, Marathon, Leichtathletik ... Manche schaffen es nicht bis zur Ziellinie und manche kommen sogar kriechend oder ohnmächtig ins Ziel."
Auch das Synchronschwimmen sei "sehr hart. Jetzt ist es an der Zeit, sich auszuruhen und zu erholen."
Die deutsche Starterin Marlene Bojer, die mit Platz zehn ihre beste WM-Platzierung errungen hatte, erlebte alles hautnah mit. Am Ende einer Kür sei man beim Synchronschwimmen "absolut am Limit. Muskulär, vom Kopf her, von der Energie – es ist einfach alles raus", so Bojer: "Wir überspielen alles mit dem Lächeln, den Emotionen und der Musik. Aber in so einer Situation sieht man einfach, dass wir auch körperlich am Limit sind und dass es höchste Leistungen sind, die uns unser Sport da abverlangt."
Im Einzel landete Alvarez am Ende auf dem siebten Rang (87,6333 Punkte). Gold ging an die Japanerin Yukiko Inui (95,3667) vor Marta Fiedina aus der Ukraine (93,8000) und Evangelia Platanioti aus Griechenland (91,7667).
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(mit SID)

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