Olympia 2021: Kimia Alizadeh zieht ins Taekwondo-Halbfinale ein und kommt erster Medaille für Flüchtlingsteam näher

Taekwondo-Kämpferin Kimia Alizadeh greift nach der ersten olympischen Medaille eines Flüchtlings. Die Athletin aus dem 29-köpfigen Flüchtlingsteam schlug im Viertelfinale der Klasse bis 57 kg am Sonntag die Chinesin Lijun Zhou 9:8 und trifft nun im Halbfinale auf Tatiana Minina (ROC). Im Achtelfinale hatte sie bereits überraschend die zweimalige Olympiasiegerin und Topfavoritin Jade Jones besiegt.

Taekwondo Kämpfer Olympia

Fotocredit: Eurosport

Die 23-jährige Alizadeh, die in Tokio auch vom deutschen Bundestrainer Vanja Babic betreut wird, hatte in Brasilien mit Bronze als erste Iranerin in der Geschichte eine Medaille gewonnen. Die Repressalien in ihrer Heimat zwangen sie jedoch im vergangenen Jahr zur Flucht. Über die Niederlande kam Alizadeh nach Deutschland und fand in Aschaffenburg ihr Glück.
Aus deutscher Sicht ruhen die Taekwondo-Hoffnungen auf dem einzigen Starter Alexander Bachmann. Der Weltmeister von 2017 befindet sich in der Klasse über 80 kg im erweiterten Favoritenkreis. Der Stuttgarter kämpft am Dienstag um eine Medaille.
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(SID)
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