Nach nur sieben Monaten ist das Team Zverev/Ferrero schon wieder Geschichte, dabei war der Start im vergangenen Juli verheißungsvoll. Gleich das erste gemeinsame Turnier in Washington gewann Zverev, es war sein Premieren-Titel bei einem Wettbewerb der 500er-Kategorie.
Höhepunkt der gemeinsamen Zeit war der Triumph im August beim Masters in Montréal, als Zverev im Endspiel Roger Federer mit 6:3, 6:4 in die Schranken wies. Bei den Australian Open zu Beginn der Saison 2018 kam es dann allerdings zum Zerwürfnis zwischen Spieler und Trainer.

Heftiger Streit nach Australian-Open-Aus

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Nachdem Zverev schon in Runde drei am Südkoreaner Hyeong Chung gescheitert war, habe sich Ferrero "respektlos" gegenüber dem Team verhalten. Gut einen Monat später kam es zur Trennung.

Zverev und Ferrero

Fotocredit: Imago

Ausschlaggebend für den Schritt seien auch inhaltliche Differenzen mit dem früheren Weltranglistenersten aus Spanien gewesen, wie Zverev in einem "FAZ"-Interview erklärte:
Er wollte aus mir einen sehr ruhigen, balancierten Kerl machen - der ich nie war und nie sein werde. Wenn ich mal einen Schläger kaputtgemacht habe, habe ich danach immer viel besser gespielt. Ferrero ist halt aus einer anderen Schule. Er ist in Spanien aufgewachsen, wo der Trainer der Gott ist.
Nach dem Abgang Ferreros besteht das Team um Zverev aus dessen Vater Alexander Zverev senior, Bruder Mischa, Mutter Irina und Fitnesscoach Jez Green. Gerüchte, wonach Boris Becker die Nachfolge von Ferrero als Coach des 20-Jährigen antreten könnte, dementierte Zverev.

Zverev dementiert Gerücht um Becker

Becker sei der "DTB-Chef, er fährt zu ein paar Turnieren im Jahr mit, aber auch, um die anderen deutschen Spieler zu sehen, und das ist es", so Zverev. Er habe "noch kein einziges Mal nachgedacht", den sechsmaligen Grand-Slam-Turniersieger und aktuellen Eurosport-Experten zu engagieren. "Ich denke, er wird Dinge wissen, die mir sehr helfen würden. Aber momentan gibt es keinen Zusammenhang mit einer Fulltime-Beschäftigung."
Sportlich läuft es derzeit hervorragend für Zverev. Beim ATP-Turnier von Acapulco steht er im Halbfinale, wo er es mit dem ehemaligen US-Open-Champion Juan Martín del Potro zu tun bekommt. Gut möglich, dass Zverev nicht nur beim ersten Turnier mit Ferrero einen Titel holt, sondern auch im ersten Turnier ohne Ferrero...
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