Alexander Zverev laut Andy Roddick Kandidat auf Grand-Slam-Sieg

Andy Roddick hat auf Twitter Fragen von Fans beantwortet und dabei erklärt, wen er bei den Spielern unter 30 Jahren als kommenden Grand-Slam-Sieger sieht. Der US-Amerikaner hat einen Favoriten: "Alexander Zverev. Ich glaube, er ist das Opfer seines eigenen Erfolges. Aber er gehört zu den Top-Spielern, seit er 18 Jahre alt ist." Der Deutsche sei jung und habe noch viel Zeit, sich zu entwickeln.

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"Ich war von seinem Turnierverlauf bei den Australian Open in diesem Jahr beeindruckt. Das war eine große mentale und körperliche Herausforderung für ihn", lobte Roddick den 23-Jährigen.
Vielleicht seien "die Leute einfach etwas gelangweilt, ihn weiter als Nachwuchstalent zu bezeichnen", mutmaßte der US-Amerikaner.
In Melbourne erreichte Zverev erstmals in seiner Karriere das Halbfinale bei einem Grand-Slam-Turnier. Erst gegen Dominic Thiem zog Deutschlands Nummer eins den Kürzeren. Der Österreicher ist für Roddick in naher Zukunft auch ein weiterer Favorit auf einen Majortitel.

Thiem vor allem Favorit bei French Open

Der 37-Jährige erklärte: "Ich mag Dominic Thiem bei den French Open. Ich denke, er verdient den Sieg dort für alles, was er bisher hineingesteckt hat und für den Erfolg, den er dort schon hatte. Er hat klar den Anspruch gestellt, der zweitbeste Sandspieler auf der Welt zu sein."
Roddick betonte aber auch, dass ein Sieg in Roland-Garros wohl erneut über Sandplatzkönig Rafael Nadal gehen dürfte. Der Spanier holte sich den Titel bei den French Open immerhin schon zwölf Mal.
Sollten die Tennis-Touren nach der Coronakrise wieder loslegen, glaubt Roddick, dass die großen Drei nach der erzwungenen Pause die größten Vorteile haben dürften. Roger Federer habe beispielsweise schon 2017 bewiesen, dass er mit einer längeren Auszeit umgehen könne. Damals habe der Schweizer nach Wimbledon 2016 mehrere Monate ausgesetzt, sei erst zu den Australien Open zurückgekommen und habe diese dann schlussendlich gewonnen, erinnert sich der Ex-Profi.
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Roger Federer holte sich 2017 den Titel bei den Australian Open

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Roddick: Große Namen könnten profitieren

Aber auch Nadal und Novak Djokovic könnten "mit allen Umständen klarkommen, denen sie ausgesetzt sind, sei es keine Fans zu haben oder wie der Turnierkalender angepasst wird. Sie werden damit umgehen können."
Bei den Damen sieht Roddick vor allem Serena Williams als mögliche Profiteurin der ganzen Situation. Die 38-Jährige habe schließlich schon seit vielen Jahren ihren Spielplan deutlich reduziert und könne mit einer längeren Pause vermutlich besser umgehen als viele ihrer direkten Konkurrentinnen, meinte der US-Open-Sieger von 2003.
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