Alexander Zverev scheitert im Halbfinale gegen Nikoloz Basilashvili

Alexander Zverev hat das Finale beim ATP-Turnier in Hamburg verpasst. Der Lokalmatador unterlag Nikoloz Basilashvili aus Georgien mit 4:6, 6:4 und 6:7 (5:7). Zverev hatte dabei ähnlich wie im Viertelfinale Probleme in Satz eins. Nach 3:08 Stunden und trotz zweier Matchbälle war das Turnier schließlich für ihn beendet. Basilashvili trifft im Endspiel auf Andrey Rublev oder Pablo Carreño Busta.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern verließ Alexander Zverev sein Wohnzimmer am Hamburger Rothenbaum. 3:07 Stunden hatte er im Halbfinale seines Heimturniers alles gegeben, um ins Endspiel einzuziehen – am Ende aber doch verloren. "Ich habe meine Chancen überhaupt nicht genutzt", haderte Deutschlands Tennis-Ass: "Was soll ich sagen? Es ist kein schönes Gefühl gerade."
Zwei Matchbälle hatte der Weltranglistenfünfte im dritten Satz beim Stand von 5:4, verwandeln konnte er keinen. "Das ist schade", sagte Zverev nach dem 4:6, 6:4, 6:7 (5:7) gegen Vorjahressieger Nikolos Basilaschwili aus Georgien. So bitter das Aus für den Hamburger beim ATP-Turnier in seiner Geburtsstadt auch war, Zverev richtete den Blick schnell wieder nach vorne: "Zurück nach Hause zu kommen, war toll. Es war eine Wahnsinnswoche für mich. Ich hatte unglaubliche Gefühle, unglaubliche Emotionen."

Persönliche Probleme lassen Zverev zunächst kalt

Nach den letzten Rückschlägen mit dem schwelenden Rechtsstreit mit Ex-Manager Patricio Apey und seinem Erstrunden-Aus in Wimbledon tankte Zverev mit starken Matches viel Selbstvertrauen in Hamburg. Auch die Trennung von Trainer Ivan Lendl, die erst am Freitag bekannt wurde, schien der 22-Jährige locker wegzustecken.
Dem vorausgegangen war eine deutliche Kritik Zverevs an der Arbeitseinstellung des 59-Jährigen. Lendl hatte Zverev seit den US Open 2018 trainiert und mit ihm zusammen im November das ATP-Finale in London gewonnen. Zuletzt lief es jedoch nicht mehr rund, und so gehen die beiden ab sofort wieder getrennte Wege.
Davon zeigte er sich am Samstag in Hamburg zunächst unbeeindruckt. Von Beginn an war Zeverv in der Partie, hatte zwei schnelle Breakchancen. Mitte des ersten Satzes drehte sich das Momentum zugunsten des Weltranglisten-16. Basilaschwili. Nach knapp einer Stunde hatte der Georgier beim Stand von 5:4 Satzball, Zverev gab mit seinem sechsten Doppelfehler den ersten Durchgang ab. Wütend schmiss Zverev daraufhin seinen Schläger auf den Boden.

Zverev lässt Basilaschwili wieder ins Spiel kommen

Auch im zweiten Satz zeichnete sich die Partie durch lange Grundlinienduelle aus. Zverev kassierte früh das Break zum 1:3, nahm seinem Kontrahenten aber sofort wieder den Aufschlag ab. Der Hamburger zeigte nun seine Comeback-Qualitäten und holte sich mit seinem elften Ass unter tosendem Applaus des Heimpublikums den Durchgang.
Diese Euphorie konnte Zverev jedoch nicht mit in den entscheidenden Satz nehmen. Schnell lag er 0:3 hinten, kämpfte sich jedoch mit großer Moral ein erneutes Mal zurück. Der Ausgleich zum 3:3 schien nun auch bei Basilaschwili Wirkung zu hinterlassen, der seinen Aufschlag gleich wieder abgab. Zverev nutzte den Vorteil aber nicht und ließ seinen Gegner wieder ins Spiel kommen. Im Tiebreak führte Zverev bereits mit 5:2, fünf Punktverluste in Serie kosteten ihn das Match.
Basilaschwili trifft im Finale auf den Sieger der Partie zwischen dem Russen Andrei Rublew und dem Spanier Pablo Carreno Busta.
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung