ATP-Turnier in Hamburg | Alexander Zverev kämpft sich gegen Delbonis durch

Alexander Zverev hat beim ATP-Turnier in seiner Heimatstadt Hamburg das Viertelfinale erreicht. Der Weltranglistenfünfte gewann gegen den Argentinier Federico Delbonis mit 6:4, 7:6 (7:2) und untermauerte seine Ambitionen auf den ersten Titelgewinn am Rothenbaum. Am Abend verlor Rudi Molleker gegen den Italiener Fabio Fognini mit 5:7, 4:6 in zwei Sätzen.

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In der Runde der letzten acht trifft Zverev am Freitag auf Filip Krajinovic aus Serbien.
"Das war ein sehr schweres Match. Deswegen bin ich sehr froh, dass es in zwei Sätzen vorbei war", sagte Zverev. Der Weltranglistenfünfte genoss die "unglaubliche" Atmosphäre im Stadion. Auch Tennis-Ikone Boris Becker klatschte immer wieder Beifall. "Ich freue mich immer wieder, auf diesem Platz zu stehen. Es ist Wahnsinn, die positive Energie und Liebe des Publikums zu spüren", sagte Zverev.
Zverev schienen die 36 Grad im Glutofen Rothenbaum-Stadion nicht sonderlich zu stören. Im Gegenteil. Gleich in dessen zweitem Aufschlagspiel nahm er Delbonis das Service ab und brachte den Vorsprung im ersten Satz souverän ins Ziel. "Ich mag die Hitze. Je heißer es ist, desto besser bin ich", hatte Zverev schon vor der Partie via Hamburger Morgenpost angekündigt. Für ihn sei die "Hitze generell immer ein Vorteil".
Zwar unterliefen Zverev am Donnerstag auch immer wieder leichte Fehler, doch in den entscheidenden Momenten blieb er cool - was Tennis-Ikone Becker mit Wohlwollen zur Kenntnis nahm. Der Head of Men's Tennis im DTB saß ziemlich entspannt in der ersten Reihe und kam eher beim Autogramme schreiben ins Schwitzen. Sorgen um Zverev brauchte er sich zu keinem Zeitpunkt machen.

Zverev sammelt Selbstvertrauen

Den einzigen Durchhänger leistete sich Zverev am Anfang des zweiten Satzes, als er nach schnellem Break 0:3 hinten lag und kurzzeitig lamentierte und die Schultern hängen ließ. Doch der an Nummer zwei gesetzte Schlaks berappelte sich, glich postwendend aus und behielt am Ende die Nerven. Nach seinem Wimbledon-Aus hatte Zverev zuletzt abseits des Platzes für Schlagzeilen gesorgt, in der den schwelenden Streit mit seinem Ex-Manager Patricio Apey beklagte und Trainer Ivan Lendl scharf kritisierte.
Für Zverev ist es der erste Auftritt in Hamburg seit 2016. Auf heimischen Terrain will der beste deutsche Tennisprofi frisches Selbstvertrauen für die am 20. August beginnenden US-Open sammeln. "Solche Turniere möchte ich gewinnen, ich will auf jeden Fall weit kommen", hatte Zverev vor dem Achtelfinale gesagt.
(SID)
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