Boris Becker mit Ratschlag an Alexander Zverev nach harter Phase: "Ist hinterhergelaufen - so gewinnt man nicht"
VonNiklas Bien
Publiziert 21/05/2025 um 16:26 GMT+2 Uhr
Boris Becker hat sich zu den schwankenden Leistungen von Alexander Zverev in den vergangenen Monaten geäußert. Aus Sicht des sechsfachen Grand-Slam-Siegers hat sein Landsmann mit der Chance auf die Nummer eins der Welt nach gutem Start zu viele falsche Entscheidungen getroffen. "Er hat angefangen hinterherzulaufen - so gewinnt man nicht", betonte Becker gegenüber der "Gazzetta dello Sport".
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Quelle: Perform
Die vergangenen Monate waren für Alexander Zverev nicht einfach, mindestens mal herausfordernd. Zu häufig blieb der Deutsche, der ohne Frage Weltklasseformat hat, unter seinen Möglichkeiten.
Das Finale bei den Australian Open war ein vielversprechender Start in das Jahr 2024. Durch die dreimonatige Dopingsperre von Jannik Sinner hätte der Deutsche sogar die Möglichkeit gehabt, an die Spitze der Weltrangliste zu springen.
"Er hatte die Chance, nach Australien die Nummer 1 zu werden, in Abwesenheit von Sinner", analysierte Becker: "Deshalb war der Druck enorm, und er hat falsche Entscheidungen getroffen - etwa nach Südamerika zu reisen und dort zu spielen."
Im Februar war Zverev in Buenos Aires, Rio de Janeiro und Acapulco an den Start gegangen und jeweils unerwartet früh ausgeschieden - in Mexiko war er bereits in der zweiten Runde am 19-jährigen Qualifikanten Learner Tien gescheitert.
Beckers Ratschlag an Zverev
Geht es nach Becker, hätte sich Zverev auf die ganz großen Turniere beschränken sollen. "Um die Nummer 1 zu werden, darfst du nicht alle möglichen Turniere spielen, sondern musst dich auf die wichtigen konzentrieren: Indian Wells, Miami, Monte Carlo. Er hat angefangen, hinterherzulaufen – so gewinnt man nicht", betonte der 57-Jährige.
Zverev hatte seinen Südamerika-Trip damals damit begründet, sich mit seinem neuen Tennis-Racket auf Sand möglichst früh auf sein persönliches Saison-Highlight, die French Open, vorbereiten zu wollen.
Vor dem nun nahenden Grand-Slam-Turnier in Roland-Garros (25. Mai bis 8. Juni live und on-demand bei discovery+) ist beim deutschen Topspieler indes nicht alles schlecht.
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Quelle: Eurosport
Beim Sandturnier in München triumphierte Zverev, in seiner Heimatstadt Hamburg will sich der 28-Jährige den letzten Feinschliff holen. In der ersten Runde besiegte Zverev den US-Amerikaner Aleksandar Kovacevic klar 6:1, 7:5 (7:5).
Becker ist optimistisch, dass die aktuelle Nummer drei der Welt vor den French Open auf dem richtigen Weg ist: "Er spielt inzwischen besser, das hat man in Madrid und Rom gesehen. Und dass er Hamburg gespielt hat, war eine gute Entscheidung – das wird ihm Auftrieb für Paris geben."
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