ATP Hamburg: Justin Engel macht ausgerechnet gegen Jan-Lennard Struff am Rothenbaum in Runde eins den nächsten Schritt
Update 20/05/2025 um 11:39 GMT+2 Uhr
Der 17-jährige Justin Engel feiert beim ATP-Turnier in Hamburg in der ersten Runde gegen Jan-Lennard Struff den zweiten Sieg seiner Karriere auf Profi-Niveau. Ein weiterer Schritt in der beginnenden Laufbahn des Nürnbergers, der von Philipp Kohlschreiber betreut wird. Und das ausgerechnet gegen Struff, den er von Kindesbeinen an kennt. Gegen Andrey Rublev soll nun die nächste Überraschung folgen.
Justin Engel bei seinem Sieg gegen Jan-Lennard Struff
Fotocredit: Imago
Hat Justin Engel etwa auf Alexander Zverev gehört? Der beste Tennisspieler Deutschlands hatte am Wochenende den 17-Jährigen noch als Top-Talent bezeichnet, gab allerdings zu bedenken, dass er Resultate brauche.
Am Montagabend lieferte der Gelobte ein solches Resultat. In der ersten Runde des ATP-Turniers in Hamburg gewann der Nürnberger gegen seinen Landsmann Jan-Lennard Struff (Rang 86 der Weltrangliste) mit 7:6 (7:4), 7:6 (7:4). Engel, der momentan als Nummer 333 des ATP-Rankings geführt wird, feierte dadurch seinen zweiten Sieg auf der Profi-Tour.
"Es ist schön, dass Zverev das gesagt hat, aber ich hatte das bislang noch nicht gehört", sagte Engel direkt nach dem Match gegenüber Eurosport.
"Es hat sich super angefühlt. Der Sieg macht es natürlich noch besser. Ich war auf jeden Fall total nervös vor dem Spiel. Vielleicht hatte ich ein Pokerface, daher sieht man mir das nicht an, aber ich war total nervös."
Struff vom Babysitter zum Kumpel
Mit dem Auftaktsieg am Rothenbaum gegen Struff gelang ihm ein Triumph gegen seinen früheren Babysitter. Der Hintergrund: Struff, der damals selbst noch ganz am Anfang seiner Laufbahn stand, war früher mit Nina Zander liiert.
Die ehemalige Tennisspielerin trainierte damals bei Horst Engel - dem Vater von Justin. Bei Besuchen Struffs in Nürnberg passte das junge Paar zusammen auf den kleinen Engel auf.
"Erinnerungen habe ich daran nicht mehr", erzählt der Youngster rückblickend. "Ich war damals noch zu klein dafür. Aber der 'Struffi' ist ein guter Freund, ich habe mit ihm ein paar Mal trainiert. Leider musste ich heute ausgerechnet gegen ihn spielen, aber so ist das im Tennis nun einmal."
Engel wird von dem Ex-Profi Philipp Kohlschreiber betreut. Die deutsche Tennis-Hoffnung spürt bereits den Einfluss des früheren Weltranglisten-16. auf sein Spiel.
Kohlschreiber hilft
"Ich habe schon immer große Schwünge gehabt. Dadurch hatte ich Probleme, wenn es schnell wird. Wir haben jetzt daran gearbeitet, dass ich kürzer aushole und mit mehr Winkel spiele. Die Aufschlagsvariationen und auch die Fußstellung haben sich total verändert. Mit ihm habe ich mich stark verbessert. Ich freue mich darauf, weitere Jahre mit ihm weiterzuarbeiten."
Er selber bezeichnet den Auftaktsieg in Hamburg als das bislang beste Spiel seiner Karriere: "Ich habe wenig Fehler gemacht, gerade wenn es eng wurde."
Im Achtelfinale trifft Engel am Mittwoch auf den Weltranglisten-17. Andrey Rublev aus Russland. Ob der junge Deutsche noch einmal überraschen kann?
"Nach dem heutigen Match habe ich auf jeden Fall gutes Selbstvertrauen", sagt er. "Ich spiele einfach mein bestes Tennis. Ich versuche das, was ich im Training erarbeitet habe, in die Matches einzubringen - und Spaß zu haben." Weitere Siege dürften dabei helfen.
Das könnte Dich auch interessieren: Vier Siege aus fünf Spielen: Deutsche Profis mit gutem Quali-Start
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/14/4123958-83616808-2560-1440.png)
Alcaraz crasht Sinner-Party im Finale - Highlights
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung