ATP Hamburg: Altmaier sorgt für kleine Sensation gegen Shelton - "Schwerer Kampf, Comeback"
Update 19/05/2026 um 23:59 GMT+2 Uhr
Daniel Altmaier hat für die erste große Überraschung am Rothenbaum gesorgt. Der auf Position 65 stehende Deutsche besiegte beim ATP-500-Turnier in Hamburg den US-Amerikaner Ben Shelton, die Nummer 6 der Weltrangliste, im Achtelfinale 4:6, 7:6 (7:4), 6:4. Der 27-Jährige entpuppte sich damit nicht zum ersten Mal als Favoritenschreck.
Altmaier überrascht gegen Shelton in Hamburg
Quelle: SNTV
Die Fans am Hamburger Rothenbaum flippten aus, als Altmaier seinen ersten Matchball verwandelte. "Es war ein schwerer Kampf, ein Comeback. Ich freue mich natürlich, gewonnen zu haben", sagte er kurz darauf.
Es ist nicht das erste Mal, dass Altmaier einen Top-10-Spieler schlägt. Vor einem Jahr sorgte er bei den French Open für eine große Sensation, als er in der ersten Runde die damalige Nummer 4 der Welt, Taylor Fritz aus den USA, besiegte. 2023 schaltete er in Roland-Garros auch schon einen gewissen Jannik Sinner aus.
"Ich habe schon viele sehr, sehr gute Spieler besiegt", meinte der 27-Jährige auf Nachfrage von Eurosport: "Ich weiß, dass sich Chancen ergeben, wenn man hart arbeitet und an sich glaubt. Diese Chancen muss man dann aber auch nutzen."
Speziell auf Sand entpuppte sich Altmaier einmal mehr als Favoritenschreck. Seine Bilanz gegen Top-10 Spieler liegt bei sieben Siegen und zwölf Niederlagen. Auf dem roten Untergrund hat er gegen die Elite sogar eine ausgeglichene Bilanz von fünf Siegen und fünf Niederlagen.
Altmaier gegen Shelton im Kopf stark
Die Platzverhältnisse in Hamburg kamen ihm dabei entgegen, wie er sagt: "Ich habe in diesem Jahr bereits viele Matches unter ähnlichen Bedingungen gespielt, also wenn es etwas langsamer ist und der Ball nicht so hoch abspringt. Ich glaube, die Erfahrungen aus den letzten Turnieren haben mir sehr geholfen."
Ein entscheidender Faktor gegen Shelton war der mentale Aspekt. Während der US-Amerikaner immer wieder fluchte, mit seinen Fehlern haderte und sogar den Schläger hinschmiss, ließ sich Altmaier nicht beirren.
Der Deutsche stand Ende des zweiten Durchgangs bei einem 4:5-Rückstand schon vor dem Aus. Doch der 27-Jährige rettete sich in den Entscheidungssatz und rang seinen 59 Positionen höher notierten Kontrahenten nieder. Nach 2:53 Stunden verwandelte Altmaier seinen ersten Matchball.
"Ich war heute sehr ruhig im Kopf. Ich habe versucht, jeden Ball zu spielen und zu sehen, wie sich die Situation entwickelt. Im Tennis spielt der Kopf eine extrem große Rolle – manchmal positiv, manchmal negativ. Heute war er für mich ein klar positiver Faktor", sagte der Kempener.
Hanfmann noch dabei - Engel gescheitert
Altmaier hat nun einen Ruhetag, ehe er am Donnerstag das Viertelfinale gegen Tomas Martin Etcheverry aus Argentinien, Nummer 25 der Weltrangliste, oder der US-Amerikaner Tommy Paul (26.) bestreitet. Gut möglich, dass er dann den nächsten Favoriten aus dem Weg räumt.
Vor Altmaiers Sieg hatte Hoffnungsträger Justin Engel (Nürnberg) eine Überraschung knapp verpasst. Gegen den Weltranglisten-34. Ugo Humbert aus Frankreich verlor der 18-Jährige nach einer guten Leistung mit 3:6, 6:3, 6:7 (2:7) und muss weiter auf seinen zweiten Achtelfinaleinzug auf der Tour warten.
Außer Altmaier ist von den deutschen Assen auch noch Yannick Hanfmann im Wettbewerb. Der Karlsruher misst sich am Mittwoch im Achtelfinale mit dem an Nummer sieben gesetzten Italiener Luciano Darderi.
Der Weltranglistendritte Alexander Zverev hatte in der Vorbereitung auf die anstehenden French Open in Paris für sein "Heimspiel" an der Alster kurzfristig abgesagt.
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(mit SID)
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