ATP Madrid 2025: Alexander Zverev zum Formcheck beim Masters-Turnier - zurück zu alter Stärke nach Turniersieg in München

Alexander Zverev reist endlich wieder mit Rückenwind zu einem größeren Turnier. Wie nachhaltig der Aufschwung ist, wird sich in Madrid schnell zeigen. Nach dem verlorenen Australian-Open-Finale musste der Weltranglisten-Zweite bei den folgenden Turnieren einige Rückschläge hinnehmen. Das Blatt wendete sich erst beim Heimturnier in München, das der Hamburger gewann. Ein Zeichen für die Zukunft?

Zverev legt in Madrid los: Titel in München "gibt Selbstvertrauen"

Quelle: Perform

Zverev betrat im giftgrünen Neon-Shirt die Anlage in Madrid und beackerte gewohnt fleißig den Trainingscourt. Mit reichlich Rückenwind will der Hamburger in seiner Wohlfühloase endlich wieder konstant auf Topniveau abliefern und die Zweifel abschütteln.
"Das ist eines meiner Lieblingsturniere", sagte der zweimalige Sieger vor dem Start in das ATP-Masters in der spanischen Hauptstadt: "Ich hoffe, dass ich große Matches gewinne und weit komme."
Was schnell deutlich wurde? Die gute Laune ist zurück beim Weltranglistenzweiten - und auch der Glaube an die eigene Stärke. Die Abreise vom siegreich abgeschlossenen Turnier in München hatte Zverev schließlich endlich mal wieder mit leichtem Gepäck angetreten. Trotz der neuen Lederhose, die man dem Hamburger bei der Siegerehrung aufgezwungen hatte.
"Ich spiele endlich gutes Tennis, und wenn man ein Turnier gewinnt, bekommt man immer mehr Selbstvertrauen", erklärte Zverev, der zum Auftakt am Freitag auf den Spanier Roberto Bautista Agut trifft.

Zverev über Frühjahr: "Ich habe schlecht gespielt"

Selbstvertrauen, das ihm in der Zeit vor dem Triumph in München offensichtlich abhanden gekommen war. "Ich habe einfach schlecht gespielt. Viele Dinge gingen mir durch den Kopf", gestand Zverev, der rund drei Monate benötigt hatte, um aus dem metertiefen Loch, das er sich nach seiner Finalniederlage bei den Australian Open geschaufelt hatte, wieder herauszuklettern.
Dass Zverev seine Krise nachhaltig überwunden hat, darf dennoch bezweifelt werden - obwohl auch Tennisikone Boris Becker ihn "wieder in guter Form" sieht. Ein echter Härtetest war das Turnier in München, gemessen an den großen Ambitionen, schließlich nicht.
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Quelle: Perform

Gerade in den ersten Runden mogelte sich der 28-Jährige eher durchs Turnier, ehe in Halbfinale und Finale zwei gute Leistungen gegen Gegner jenseits der Top Ten der Weltrangliste folgten.
Die Realitätsprüfung wartet nun also in Madrid. Die Auslosung Zverevs, obwohl an Nummer eins gesetzt, hat es in sich. Den cleveren 37 Jahre alten Bautista Agut sollte er mit seiner Physis im Griff haben, bereits im möglichen Achtelfinale aber dürfte es gegen Francisco Cerúndolo oder Arthur Fils aus Frankreich deutlich kniffliger werden. Fils hat Zverev bereits auf Sand niedergerungen, vergangenes Jahr im Finale von Hamburg.

Djokovic ohne Alcaraz der größte Rivale?

Ein ganz großer Gegner könnte dann erst in einem möglichen Finale warten. Weil Carlos Alcaraz das Turnier das Turnier verletzungsbedingt verpasst und der Weltranglistenerste Jannik Sinner noch bis zum Masters in Rom seine Dopingsperre absitzt, käme einzig Novak Djokovic in Frage.
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Quelle: Eurosport

Erst nach einem Duell mit einem Rivalen dieses Kalibers ließen sich seriös Rückschlüsse über die Chancen Zverevs bei den French Open ab Ende Mai schließen.
Der Grand-Slam-Titel, sein erster überhaupt, ist bekanntlich das große Ziel des Deutschen. Auf dem Pariser Sand bietet sich dafür Zverevs beste Chance in diesem Jahr - vergangene Saison fehlte im Finale gegen Carlos Alcaraz nur ein Satzgewinn zur Überwindung seines Endspieltraumas.
Madrid ist trotz der 1000 zu vergebenen Weltranglistenpunkte also nur so etwas wie eine hochklassige Durchgangsstation. Die Marschroute ist klar: "Ich will den Weg weitergehen, mich verbessern und versuchen, zu gewinnen", sagte Zverev.
(SID)
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Quelle: Perform


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