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Indian Wells: Rafael Nadal will das Tennis revolutionieren und fordert höhere Netze
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Publiziert 14/03/2017 um 16:35 GMT+1 Uhr
Rafael Nadal möchte den Tennis-Sport mit Regeländerungen attraktiver machen. Der 30-Jährige schlägt dafür eine Erhöhung des Netzes vor. Von dieser Änderung verspricht sich der Spanier längere Ballwechsel und attraktivere Matches. Nadal hatte nach seinem Zweisatz-Sieg gegen Guido Pella in Indian Wells diesen Tenor angestimmt und unterstützt damit die Sicht von Toni Nadal.
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Dass der Nadal-Clan dem modernen Powertennis wenig abgewinnen kann, ist vielfach dokumentiert. Toni Nadal hatte im vergangenen Jahr in einem Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe" kein gutes Haar an der derzeitigen Entwicklung im Profitennis gelassen. Das "Boom-Boom-Boom" nerve nur noch. "Wir brauchen größere und langsamere Bälle, auch die Schlägerköpfe müssen wieder kleiner werden", forderte Onkel Toni.
Sein Neffe schlug nun in dieselbe Kerbe. Nachdem er Guido Pella in Indian Wells klar in zwei Sätzen besiegt hatte, äußerte sich Rafael Nadal zur generellen Entwicklung seines Sports. Tenor: Regeländerungen müssen her, um wieder längere Ballwechsel zu ermöglichen, damit das Spiel für die Fans aufregender wird.
Größere Spieler, höhere Netze
"Es ist augenscheinlich, dass die Spieler immer größer werden, mehr Power haben, schneller servieren und die Punkte kürzer werden. Ich denke nicht, dass sich unser Sport in diese Richtung entwickeln sollte", bemerkte Nadal. Nicht die Matches mit vielen Assen bleiben haften, die Leute erinnern sich viel eher an epische Ballwechsel, ergänzte der 14-fache Grand-Slam-Champion.
Nadal legte Wert darauf, dass er die Reformen nicht um seiner selbst willen befürwortet: "Mit den heutigen Bedingungen hatte ich großen Erfolg, ich brauche jetzt keine Regeländerungen." In fünf bis zehn Jahren sei das anders. Bei der jungen Generation müsse angesetzt werden, um in Zukunft wieder längere Ballwechsel zu sehen.
Eine mögliche Lösung wäre die Erhöhung des Netzes (gültige Abmessungen: Mitte 91,4 Zentimeter, Rand 107 Zentimeter; Anmerkung), meinte der zweifache Olympia-Goldmedaillengewinner: "Das Netz hat seit jeher die gleichen Maße. Aber die Leute sind nicht mehr dieselben. Sie sind deutlich größer als vor 50 Jahren. Wir brauchen also eine Veränderung in absehbarer Zeit."
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