Federer ist als Frontrunner bekannt, als ein Spieler also, der mit einer Führung umso besser spielt. Ein frühes Break für den Schweizer ist daher Gift für den jeweiligen Gegner - und Dominic Thiem musste dieses Gift schlucken. Zwar egalisierte der Österreicher zunächst ein 0:40, der vierte Breakball Federers saß dann aber zum 2:0.
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WTA Indian Wells
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Thiem übernimmt Kontrolle

Thiem bekam im siebten Spiel zwei Chancen zum Comeback, nutze die zweite mit einem präzisen Vorhandball auf die Grundlinie. Aber Federer schlug umgehend zurück, nutzte seine vierte Breakchance mit einem Rückhandball die Linie entlang zum 5:3. Und servierte nach 37 Minuten Spielzeit zum 6:3 aus.
Im zweiten Durchgang musste zunächst Thiem zwei Breakbälle abwehren - dann war es aber der Österreicher, der sich den Aufschlag Federers zum 3:1 holte. Und ohne zu wackeln nach 1:14 Stunden zum 6:3 ausservierte. Völlig verdient, gerade in den längeren Ballwechseln konnte der 25-jährige Lichtenwörther immer öfter das Kommando übernehmen.
In der Entscheidung brachten beide Spieler ihre Aufschlagspiele zunächst ohne Probleme durch. Im achten Spiel fand Federer eine Breakchance vor, Thiem wehrte ab. Und schaffte nach einem Spiel, das siebeneinhalb Minuten dauerte, den Ausgleich zum 4:4. Federer agierte beim Service etwas souveräner, Thiem ließ sich in der Endphase nicht lumpen. Er holte sich mit zwei gefühlvollen Passierbällen die Chance auf das 6:5, ging mit einem Vorhand-Winner in Führung und machte nach 2:02 Stunden Spielzeit den Sack zu.

Nächster Stop: Masters in Miami

Nach dem Match erklärte Thiem, dass er sich erst an das Spiel von Federer hatte gewöhnen müssen, schließlich legt es der Schweizer an wie kaum ein anderer im Tenniszirkus. "Es ist unwirklich. Ich war das ganze Match wie in Trance. Ich habe jede Sekunde genossen", freute sich Thiem zudem in einer ersten Reaktion auf dem Court und erklärte:
Ich hatte ein bisschen Glück, als ich die Breakbälle früh im zweiten Satz abgewehrt habe und es war ein Kampf bis zum Schluss. Ich war nervös, als ich es ausservieren musste.
Seine ersten beiden Masters-Finals hatte der Österreicher noch verloren, deshalb meinte er nach dem Sieg: "Es ist fast so wertvoll wie ein Grand-Slam-Titel."
Mit seinem zwölften Turnier-Erfolg auf der Tour rückte Thiem in der ATP-Weltrangliste auf den vierten Platz vor, Federer folgt nach der zweiten Final-Niederlage in Indian Wells en suite unmittelbar danach.
Für die beiden Finalisten geht es nun weiter nach Miami. Auch dort werden die Topgesetzten in Runde eins ein Freilos genießen - sowohl Federer als auch Thiem werden also nicht vor dem Wochenende in den Wettbewerb einsteigen.
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