Roger Federer spricht über die Lage von Alexander Zverev: "Zu hohe Ziele gesetzt"

Roger Federer hat sich zur Situation von Alexander Zverev geäußert, nachdem Deutschlands Nummer eins noch immer auf der Suche nach seiner Bestform ist.

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Fotocredit: Eurosport

Federer gab Zverev in einem Interview mit dem "tennis magazin" ein paar Ratschläge. Die Erwartungen an den 20-Jährigen sind nach einer Super-Saison 2017 mit zwei Masters-Titeln und extrem hoch und der Erfolgsdruck macht ihm auf dem Platz anscheinend zu schaffen.
Federer, aktuell die Nummer eins der Welt, hat sich mit Zverevs Situation offenbar beschäftigt und kommt zu dem Schluss:
Das sei zwar "eine normale und logische Denkweise, aber wenn du dich schon mit dem Finale beschäftigst, wenn du in der zweiten Runde stehst und mit Breakball hinten liegst, dann ist das eine Belastung". In der Tat wirkte der siebenfache Titelträger seit seinen großen Erfolgen im vergangenen Jahr in seinen Matches gehemmt.
Nach seinem Aus bei den Australian Open meinte Zverev zu seiner Drittrundenniederlage, dass es mit Sicherheit nicht an seiner physischen Verfassung liege, sondern ein mentales Problem sei.

Federer hatte "das gleiche Problem"

In zwölf Spielen seit Jahresbeginn kassierte Zverev vier Niederlagen, darunter schmerzhafte, wie in der ersten Runde des Masters in Indian Wells gegen den schlechter positionierten Joao Sousa. Im Davis Cup hingegen lieferte der Hamburger eine saubere Leistung gegen Nick Kyrgios und einen großen Kampf gegen Alex de Minaur ab - und führte Deutschland somit in die nächste Runde.
Auf der Tour sieht es dagegen anders aus. "Das gleiche Problem hatte ich auch zu Beginn meiner Karriere. In Wimbledon und Paris verlor ich sang- und klanglos in drei Sätzen in der ersten Runde. Das ging so lange so, bis ich gemerkt habe, dass ich mich Satz für Satz, Spiel für Spiel und Punkt für Punkt konzentrieren muss", erklärte Federer zu dieser Thematik und machte Zverev damit Mut.
Zu Beginn der beispiellosen Karriere hatte Federer ebenfalls Probleme, wirkte auf dem Platz fahrig und warf oftmals den Schläger. Von der jetzigen Ruhe des "Maestros" war nicht viel zu sehen. "Man darf träumen, aber man darf nicht schon mental an einem Punkt sein, der längst noch nicht eingetreten ist", erklärte Federer weiter.

Mutmacher für Zverev

Zverev solle sich jedoch nicht verrückt machen und weiterhin an seine Stärken glauben, so der 20-fache Major-Sieger. Federer findet lobende Worte für die Künste des Weltranglistenfünften.
Die Einschätzung Federers sollte Zverev Mut machen, denn der Schweizer konnte sich von der Spielstärke seinen jungen Konkurrenten selbst ein Bild machen. Im Montréal-Finale ließ Zverev Federer keine Chance und schnappte sich in zwei Sätzen seinen zweiten Masters-Titel.
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