Eurosport
Federer scheitert in Monte Carlo
Von
Publiziert 16/04/2015 um 17:43 GMT+2 Uhr
Roger Federer ist beim ATP-Masters in Monte Carlo im Achtelfinale ausgeschieden. Der an Nummer zwei gesetzte Schweizer unterlag dem Franzosen Gael Monfils mit 4:6 und 6:7 (5:7). Sechs Wochen vor den French Open (27. Mai bis 7. Juni) beginnt für Federer die Suche nach seiner Bestform auf roter Asche. Rafael Nadal steht dagegen nach einem 7:6 (8:6), 4:6, 6:3 gegen John Isner im Viertelfinale.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Nach dreiwöchiger Pause war Federer beim Auftakt der europäischen Sandplatzsaison mit einem lockeren 6:2, 6:1 gegen Jeremy Chardy gestartet, leistete sich gegen dessen Landsmann Monfils im Achtelfinale aber 38 sogenannte "unforced errors".
"Es gibt viele Dinge, die ich hätte besser machen können. Ich hätte besser aufschlagen können, besser mixen können. Außerdem kam mein Slice nicht gut genug. Ich habe mich während des Matches nie wohlgefühlt. Ich muss akzeptieren, was schlecht lief und dort ansetzen", kommentierte Federer seine Niederlage.
Federer verpasst Satzausgleich
Genauso wie Landsmann Stan Wawrinka, der zuvor sang- und klanglos gegen Grigor Dimitrov (1:6, 2:6) ausgeschieden war, agierte Federer extrem fehleranfällig. Bei Monfils hielten sich die Winner und unerzwungene Fehler mit jeweils 22 die Waage.
Der Franzose glich im ersten Satz einen 1:3-Rückstand zum 3:3 aus und durchbrach den Aufschlag des Schweizers ein weiteres Mal zum 5:4. Im zweiten Satz ging es, nachdem beide ihre Aufschlagspiele mehrmals mit Mühe halten konnten, in den Tiebreak. Dort konnte Federer eine 5:3-Führung nicht zum Satzausgleich rüberbringen.
Monfils machte vier Punkte in Folge und nutzte nach 1:44 Stunden Spielzeit seinen ersten Matchball. Damit setzte sich der 28-jährige Franzose zum zweiten Mal in Folge ohne Satzverlust gegen Federer durch. Monfils hatte Ende November im Davis-Cup-Finale klar in drei Sätzen gewonnen. Statt eines Schweizer Viertelfinals und der Neuauflage des Vorjahresfinals kommt es nun in der Runde der besten Acht zum Duell zwischen Monfils und Dimitrov
Federer dagegen hatte im vergangenen Jahr zum vierten Mal in seiner Karriere das Endspiel in Monte-Carlo erreicht, den ersten Titel aber erneut verpasst.
Nadal ringt Isner nieder
Rafael Nadal hatte nach einem Freilos sein Auftaktspiel gegen den französischen Wildcard-Mann Lucas Pouille ganz klar mit 6:2, 6:1 gewonnen. Doch im Achtelfinale war der Spanier erstmals richtig gefordert.
Der 14-malige Grand-Slam-Sieger rang den US-Amerikaner John Isner nach 2:20 Stunden Spielzeit mit 7:6 (8:6), 4:6, 6:3 nieder. Im Viertelfinale am Freitag geht es somit gegen seinen Landsmann David Ferrer oder gegen den Franzosen Gilles Simon.
Nadal ist damit weiter auf Kurs in Richtung des neunten Titelgewinns beim Masters im Fürstentum, nachdem er in den Jahren 2005 bis 2012 achtmal in Serie gewonnen hatte.
Isner vergibt zwei Satzbälle
Mit seinen 2,08 Metern ist Isner der zweitgrößte Spieler auf der ATP Tour - und der physische Riese war mehr als zwei Sätze lang drauf und dran, womöglich zum Riesentöter zu werden, bis sich der "Matador" am Ende durchsetzte. Isner hatte schon im ersten Satz bei 2:1 und 15:40 die einzigen zwei Breakgelegenheiten sowie bei 6:4 im Tiebreak gar zwei Satzbälle.
Im zweiten Abschnitt stellte er dafür von 3:4 und 0:40 bei seinem Service weg, mit dem Rücken zur Wand befindend, noch auf 6:4. In der Entscheidung genügte Nadal ein Break zum 3:1 doch zur Vorentscheidung.
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung