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Mayer meldet sich erfolgreich zurück
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Publiziert 13/04/2015 um 16:59 GMT+2 Uhr
Vom beschaulichen Oberhaching ins prunkvolle Monte Carlo ist es gar nicht so weit. Knapp 575 km Luftline oder etwas mehr als eine Stunde mit dem Flugzeug sind es vom Münchner Vorort ins Fürstentum. Für Florian Mayer war die Anfahrt zum ATP Masters am Freitag vergangener Woche aber weit mehr als eine kurze Dienstreise.
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In Monaco kehrte der 31-Jährige nach mehr als einem Jahr Verletzungspause auf die Tour zurück - und das in beeindruckender Manier. Beim 7:6 (10:8), 6:4 gegen den ehemaligen Weltranglistenachten Michail Juschni aus Russland war Mayer die lange Wettkampfpause in Folge einer Schambeinentzündung kaum anzumerken, im Gegenteil: Mit seinem variablen Spiel dominierte Mayer die Partie von Beginn an, schlug sechs Asse und erspielte sich zwei Breaks. In der zweiten Runde geht es gegen US-Open-Champion Marin Cilic.
"Das ist sensationell, ich habe ihm sofort gratuliert", sagte Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann dem SID am Montag: "Nach einer so langen Zeit einen solchen Mann zu schlagen, das können nur wenige. Und Flo ist einer von ihnen." Kohlmann hatte Mayer in der schwierigen Phase begleitet, für die kommenden Monate plant der Teamchef auch im Davis Cup mit dem Bayreuther: "Er ist ein Tennisverrückter. Mit seiner unorthodoxen Spielweise kann er jeden Gegner vor Probleme stellen."
Über ein Jahr Pause
Exakt 387 Tage lagen zwischen Mayers Erstrundensieg am Sonntag und seinem bis dato letzten Auftritt in Key Biscayne. Dort war er im März 2014 zum Drittrundenmatch gegen den serbischen Superstar Novak Djokovic nicht angetreten. Der Rücken schmerzte, die bittere Diagnose folgte wenig später.
"Am Anfang war es schwierig, denn ich war gut ins Jahr gestartet", sagte Mayer dem SID: "Aber bei dieser Art der Verletzung ist eine lange Pause nicht ungewöhnlich." Nach Absprache mit seinen Ärzten, seinen Freunden und der Familie ("Deren Unterstützung war sehr wichtig") entschied sich Mayer für eine ausschließlich konservative Behandlung. Das erforderte vor allem eines: Geduld.
"In den ersten Wochen konnte ich überhaupt keinen Sport machen", erzählte Mayer. Daher nutzte er die Zeit, um "Dinge zu tun, für die ich sonst keine Zeit habe - Urlaub zum Beispiel. Ich war in Norwegen und auch viel in den Bergen wandern."
Leisten-OP im Januar
Erst nach "einigen Monaten" ließ der Körper wieder erste Belastungen zu, an Tennis war aber noch nicht zu denken. Zunächst ging es um "Joggen, Radfahren und Krafttraining". Im Januar musste sich Mayer einem Eingriff an der Leiste unterziehen, auf den Court kehrte er daher erst im Februar zurück. "Der Aufbau braucht natürlich seine Zeit. Das Training in Oberhaching lief sehr gut, körperlich bin ich fit", sagte er.
Absturz im Ranking
Im ATP-Ranking ist der ehemalige Weltranglisten-18. weit abgerutscht, nur aufgrund des sogenannten "Protected Ranking" darf Mayer in Monte Carlo starten. "Ich werde bei den Grand Slams und bei ausgewählten Turnieren spielen", sagte Mayer: "Mit Bezug auf das Ranking habe ich kein konkretes Ziel. Ich werde einfach mein Bestes geben."
Video: Djokovic interview
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