Andy Murray und Serena Williams tanken Selbstvertrauen für die French Open in Paris

Sein römisches Erfolgsrezept gab der stolze Triumphator Andy Murray dann doch noch preis. "Das Letzte, was ich mir vor dem Gang auf den Court angeschaut habe, war ein Bild meiner Tochter", verriet der Schotte nach dem 6:3, 6:3 im Finale des ATP-Masters in Rom gegen Branchenführer Novak Djokovic (Serbien/Nr. 1).

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Der kleine Trick funktionierte: Die dreimonatige Sophia Olivia Murray inspirierte ihren Daddy, der sich an seinem 29. Geburtstag ein schönes Geschenk machte. Murray verbesserte sich durch seinen ersten Titel 2016 auf Rang zwei des ATP-Rankings und zählt bei den anstehenden French Open (ab 22. Mai) zu den Topfavoriten. "Er hat einfach besser gespielt und den Sieg verdient", twitterte Djokovic-Coach Boris Becker.
Bei den Frauen hatte im malerischen Foro Italico zuvor Serena Williams (USA) ihre knapp neunmonatige Durststrecke ohne Titel beendet. Die Weltranglistenerste besiegte im Endspiel der Generationen ihre Landsfrau Madison Keys mit 7:6 (7:5), 6:3 und triumphierte zum vierten Mal in der Ewigen Stadt.

Williams beseitigt Zweifel an Form

"Es ist großartig, Titel zu gewinnen, speziell auf Sand", sagte die 21-malige Grand-Slam-Siegerin Williams nach ihrem 70. Turniercoup. Die immer mal wieder kranke oder verletzte Amerikanerin beseitigte kurz vor Beginn des zweiten Major-Events des Jahres die Zweifel an ihrer körperlichen und mentalen Verfassung.
Für die 34-Jährige Williams war es in diesem Jahr beim vierten Turnierstart im dritten Endspiel der erste Sieg. Bei den Australian Open (gegen Angelique Kerber) und in Indian Wells (gegen Wiktoria Asarenka) hatte sie sich jeweils im Finale geschlagen geben müssen. Zwei Finals in Serie hatte Williams seit 2004 nicht mehr verloren. "Ich fühle mich nach Rom jetzt ruhiger", sagte sie, die im Stade Roland Garros ihre Titelverteidigung anpeilt: "Allerdings mache ich mir keinen Stress." Mit Grand-Slam-Coup Nummer 22 könnte Williams mit Steffi Graf gleichziehen.

Murray: "Bin auf dem richtigen Weg"

Auch Murray, der seit kurzem nicht mehr mit seiner Trainerin Amelie Mauresmo zusammenarbeitet, reist voller Selbstvertrauen in die Stadt der Liebe. In Paris war der britische Davis-Cup-Held bislang nie über das Halbfinale hinausgekommen. "Ich habe durch die letzten Turniere eine Menge Selbstvertrauen. Ich spüre, dass ich auf dem richtigen Weg bin", meinte der ehemalige US-Open- und Wimbledon-Gewinner Murray, der sich auf Sand mittlerweile pudelwohl fühlt. "Wer hätte das gedacht?", fragte er etwas überrascht.
Seine kleine Tochter Sophia Olivia jedenfalls soll auch an der Seine als Glücksbringerin fungieren. "Ich hoffe, sie kann in ein paar Jahren stolz auf das sein, was ihr Daddy erreicht hat", sagte Murray.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung