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Eklat in Rom: Kyrgios wirft Stuhl und wird disqualifiziert

Eklat in Rom: Kyrgios wirft Stuhl und wird disqualifiziert

16/05/2019 um 16:10Aktualisiert 17/05/2019 um 17:49

Nick Kyrgios hat beim ATP-Masters in Rom für einen Eklat gesorgt und wurde disqualifiziert. Während seines Zweitrundenmatches gegen den Norweger Casper Ruud legte er sich im dritten Satz beim Stand von 3:6, 7:6 und 1:2 erst mit den Zuschauern, dann mit dem Schiedsrichter und letztlich mit dem Supervisor an. Es flogen Schläger und sogar ein Stuhl.

Nick Kyrgios ist kein gewöhnlicher Tennisspieler. Der Australier fällt regelmäßig durch seine emotionale Art auf und eckt mit Zuschauern und Offiziellen an. So auch in der zweiten Runde des ATP Masters in Rom.

Der bereits verwarnte Kyrgios fühlte sich von Zuschauern, die während seines Aufschlages am Zaun entlanggingen, irritiert und teilte seinen Unmut dem Chair-Umpire mehrmals und wild gestikulierend mit. Weil sich nichts änderte sprach der 24-Jährige durch den Zaun auch mit dem Supervisor. Kyrgios hatte sich zuvor bereits mehrfach mit dem Publikum angelegt und legte sich dann auch mit einem Ordner an, der für den Einlass der Zuschauer auf den Court 3 zuständig war.

Nach dem verbalen Disput pfefferte Kyrgios zunächst seinen Schläger auf den Boden, um anschließend einen Stuhl auf den Platz zu werfen, den Schiedsrichter zu beschimpfen, seine Tasche zu packen und den Platz zu verlassen. "I’m fed up with dealing with fucking idiots like this. I’m done" (dt.: "Ich habe die Schnauze voll davon, mich mit solchen Idioten beschäftigen zu müssen. Das war's"), schrie die Nummer 36 in Richtung des Supervisor, der ihn anschließend disqualifizierte.

Kyrgios gilt als ein geniales Tennistalent, allerdings steht er sich oft selbst im Weg. In der Vergangenheit hat er bereits für einige Eklats gesorgt. Im Juni 2018 beispielsweise fiel er durch obszöne Gesten im vornehmen Londoner Queen's Club unangenehm auf. Im vergangenen März legte sich der 24-Jährige in Miami mit einem Fan an.

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