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ATP Masters Schanghai | Alexander Zverev scheitert im Halbfinale an Novak Djokovic

Mit Video | Chancenlos! Zverev scheitert im Halbfinale an Djokovic
Von SID

13/10/2018 um 14:18

Alexander Zverev ist im Halbfinale des ATP Masters von Schanghai klar in zwei Sätzen mit 2:6 und 1:6 an Novak Djokovic gescheitert. Der Wimbledon-Champion aus Serbien verwandelte nach exakt einer Stunde Spielzeit seinen vierten Matchball. Djokovic bekommt es nun im Endspiel mit dem Sieger des zweiten Semifinales zwischen Titelverteidiger Roger Federer und Borna Coric zu tun.

Alexander Zverev nahm die öffentliche Demütigung äußerlich gelassen hin.

Nachdem Deutschlands bester Tennisspieler übelst verprügelt worden war, schritt er ans Netz und bedankte sich lächelnd bei Novak Djokovic für die kostenlose Lehrstunde - selbst das Gefühl von Ärger bekam der Hamburger an diesem Tag offenbar nicht hin. Nach dem Aus erklärte Zverev:

"Ich war hier im Halbfinale, zum fünften Mal bei einem Masters in dieser Saison, und darüber bin ich sehr glücklich. Es gibt immer noch positive Dinge, und es kommen noch große Turniere. "

Die Niederlage im Halbfinale von Shanghai hatte dem 21-Jährigen gnadenlos aufgezeigt, dass die Allerbesten für ihn zumindest derzeit meilenweit entfernt sind.

Sicher, während des Matches hatte Zverev noch gezürnt, mit seiner ganz schwachen Leistung gehadert und wütend einen Schläger zerdeppert. Letztlich, und das war durchaus bedenklich, ergab er sich fast schon klag- und wehrlos seinem übermächtigen serbischen Gegner.

Djokovic spielt um Titel Nummer 72

"Ich habe alles so gemacht, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es läuft, es waren einige perfekte Matches, aus denen ich einen Menge Positives mitnehmen kann", sagte Djokovic, der Anfang Juli noch auf Platz 21 der Weltrangliste geführt wird und derzeit Platz drei belegt.

Djokovic, amtierender Wimbledon- und US-Open-Champion, genügte gegen Zverev eine hochkonzentrierte Vorstellung ohne große Highlights, um seinem zehn Jahre jüngeren Konkurrenten die herbste Niederlage seit 18 Monaten beizubringen: Im April 2017 hatte Zverev im Achtelfinale von Monte Carlo gegen Rafael Nadal 1:6, 1:6 verloren.

Wie aussichtslos Zverevs Kampf um den Einzug in sein viertes Masters-Endspiel in diesem Jahr war, verdeutlicht eine simple Statistik: Keine einzige Breakchance ließ Djokovic, im zweiten Halbjahr 2018 das Maß aller Dinge, im Halbfinale zu. Somit dürfte der Serbe auch als Favorit ins Endspiel gehen, wo am Sonntag im Kampf um seinen 72. Titel Dauerrivale Federer oder der Kroate Borna Coric wartet.

Gute erste Aufschläge fehlen bei Zverev

Zverev, der 2018 das Masters-Turnier von Madrid gewonnen und in Miami sowie Rom im Endspiel gestanden hatte, darf mit der Woche in der chinesischen Megametropole dennoch insgesamt zufrieden sein. Gegenüber seinem vorigen Auftritt in Peking (Aus in Runde zwei) zeigte er sich zumindest bis Freitag verbessert, zudem sicherte er sich vorzeitig die Qualifikation für das ATP-Finale vom 11. bis 18. November in London. Mit einer Leistung wie am Samstag dürfte aber dort wie schon im Vorjahr in der Vorrunde Endstation sein.

Im erst zweiten Duell der beiden Top-5-Spieler - das erste hatte Zverev 2017 im Finale von Rom 6:4, 6:3 gewonnen - hielt der Deutsche nur bis zum 2:2 mit, verlor dann aber völlig die Linie. Nur 43 Prozent von Zverevs ersten Aufschlägen landeten im Ziel. Die logische Folge: Kassierte Breaks zum 2:4 und 2:6 sowie ein nach wenig mehr als einer halben Stunde verlorener Auftaktsatz.

Nach dem Break zum 1:3 in Satz zwei zeigte Zverev deutlich seinen Unmut über seine Vorstellung, zerschmetterte seinen Schläger und warf diesen dann ins Publikum. Djokovic spielte unbeeindruckt seinen Stiefel herunter und verwandelte schließlich den vierten Matchball.

Djokovic überholt Federer im Ranking

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