Zuvor hatte Djokovic Deutschlands Topspieler Alexander Zverev beim 6:2, 6:1 die Grenzen aufgezeigt. Coric zeigte sich nach dem Match von der Machtdemonstration beeindruckt: "Novak ist einer der besten Spieler aller Zeiten in unserem Sport."
Nach seinem Triumph in Wimbledon im Juli hat Djokovic nunmehr drei weitere Turniere gewonnen, die US Open sowie in Cincinnati und nun in Chinas Wirtschaftsmetropole. In Schanghai feierte der "Djoker" als erster Spieler den vierten Erfolg in Serie, es war zudem sein 32. Erfolg bei einem Masters-Turnier. Djokovic, der nun auf 72 Turniersiege kommt, erklärte nach dem Match:
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Ich denke, sie sehen den neuen Novak. Ich musste mich neu erfinden und eine passende Erfolgsformel finden. Ich habe sie gefunden und will sie so lange wie möglich bewahren. Die letzten vier Monate waren der Wahnsinn. Ich genieße jeden Moment.
Gegen Coric demonstrierte Djokovic einmal mehr seine derzeitige Ausnahmestellung. Der ehemalige Schützling von Boris Becker agierte von der Grundlinie souverän und wartete geduldig auf die Fehler seines Gegenübers. Und davon machte Coric deutlich mehr als noch am Vortag, als er gegen "Maestro" Federer brillierte.

Djokovic peilt Nummer eins an

Ein Break zum 4:2 genügte Djokovic zum Gewinn des ersten Durchgangs. Mit einem Break startete der Serbe in den zweiten Satz und dominierte das Geschehen weiter. Und wenn er mal in Schwierigkeiten kam, wie beim Breakball von Coric zum möglichen 3:3, dann packte Djokovic wieder sein bestes Tennis aus und hielt den Widerstand in Schach.
Nach 1:36 Stunden verwandelte er schließlich seinen vierten Matchball zum dritten Sieg im dritten Duell mit Coric. Für Djokovic war vor allem der überragende Aufschlag während des gesamten Turniers entscheidend, wie er im Interview mit "Sky" erklärte:
Mein Aufschlag kam fantastisch. Das war eine der besten Service-Wochen, die ich jemals hatte. Ich schlage ja nicht so hart wie etwa Kevin Anderson oder Alex Zverev, aber ich habe an der Genauigkeit gearbeitet und so versucht, mir eine gute Situation für den Ballwechsel zu schaffen.
Auf dem Weg zum Triumph in Schanghai hatte Djokovic seinen Ansturm auf die Spitze der Weltrangliste fortgesetzt. Fest stand schon vor dem Finale, dass er am Montag Roger Federer als Nummer zwei hinter Rafael Nadal ablösen wird. Doch der 31-Jährige will mehr: "Es ist mein Ziel, das Jahr als Nummer eins zu beenden."
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