Von seinem Apartment bis zur wunderschönen Anlage des Monte-Carlo Country Club ist es für Alexander Zverev nur ein Fußmarsch. Schon lange hat Deutschlands bester Tennisspieler im Fürstentum seinen Lebensmittelpunkt - das Masters in Monaco zum Start der Sandplatzsaison ist deshalb Jahr für Jahr ein echtes Highlight.
"Es ist besonders, zu Hause zu sein, das ist nicht so oft der Fall", sagte der 23-Jährige einst über das Turnier im Stadtstaat der Reichen und Schönen: "Es ist schön, Familie und Freunde um einen herum zu haben. Und das Stadion hat die wohl schönste Aussicht der Tour."
Das Glitzern des Mittelmeeres lenkt Zverevs Blick aber nicht vom Wesentlichen ab - der Weltranglistensechste lechzt nach sportlichen Erfolgen und hat in diesem Jahr mit dem Turniersieg in Acapulco/Mexiko schon bewiesen, dass mit ihm zu rechnen ist. In dieser Woche gilt es für den Vorjahresfinalisten der US Open, sich schnell auf das veränderte Spiel auf Sand einzustellen.
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Es ist der Belag, auf dem er groß geworden ist. Fünf seiner 14 Turniersiege fuhr Zverev auf der roten Asche ein, darunter auch zwei Masterssiege in Rom und Madrid 2017 und 2018. Beim Höhepunkt der Sandplatzsaison in Paris, der in diesem Jahr am 30. Mai beginnt, schaffte der Aufschlagriese zweimal den Sprung ins Viertelfinale.

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Zverev nimmt Grand-Slam-Siege ins Visier

Zu wenig für die Ansprüche von Zverev, der weiter seinem großen Traum nachjagt. "Mein Ziel bleibt das gleiche, nämlich auf den großen Bühnen der Tour, den Grand Slams, zu gewinnen", hatte er noch in Acapulco gesagt.
Dafür braucht er weitere Erfolgserlebnisse, großes Selbstvertrauen, und das stark besetzte Turnier in Monte Carlo bietet eine gute Gelegenheit, dies aufzubauen. In der ersten Runde hat der gebürtige Hamburger noch ein Freilos, dann wartet in Marton Fucsovics (Ungarn) oder dem frischgebackenen Cagliari-Sieger Lorenzo Sonego (Italien) schon die erste unangenehme Aufgabe.
Wird Zverev seiner Favoritenrolle gerecht, könnte er im Viertelfinale auf den Weltranglistenersten Novak Djokovic (Serbien) treffen, der wie Zverev und der russische Weltranglistenzweite Daniil Medvedev in Monaco wohnt und ihn zuletzt fünfmal in Serie besiegt hatte. Doch zunächst muss sich Zverev das Duell verdienen.
In den vergangenen Wochen hatte er nach seinem frühen Aus beim Masters in Miami auf der Tour kürzergetreten und aufgrund kleinerer Wehwehchen seine Teilnahme in Marbella kurzfristig abgesagt. Stattdessen wurde Zverev in Berlin mit seiner Ex-Freundin Brenda Patea gesichtet, die im März die gemeinsame Tochter Mayla zur Welt gebracht hatte.

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