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BMW Open 2019 | Alexander Zverev will in München die Wende einleiten
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Publiziert 28/04/2019 um 15:36 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev spielt bislang keine gute Saison - aus einer Vielzahl von Gründen, wie er berichtet. Neben des Rechtsstreits mit Manager Patricio Apey fehlt unter anderem auch Zverevs Vater seit einigen Wochen auf der Tour aufgrund gesundheitlicher Probleme. Beim kleinen ATP-Turnier in München will der Deutsche eine Trendwende einleiten. Er hofft, "dass sich das Jahr hier für mich ändern wird".
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München, Sonntagvormittag, Hotel Rilano. Vor einem Jahr hat Alexander Zverev an gleicher Stelle gesessen, er sah zufrieden aus, war entspannt, gab sich selbstbewusst.
Diesmal? Wirkt er doch etwas niedergeschlagen, verunsichert, wie auf der Suche. Was freilich kein Wunder ist. Dieses Jahr verlief bislang alles andere als erfreulich für Deutschlands besten Tennisspieler. In beinahe jeder Hinsicht.
Dass die Ergebnisse nicht stimmen, ist offensichtlich. Doch das, berichtet Zverev, hat auch Gründe - und zwar eine ganze Menge.
Zverev Senior fehlte zuletzt, Rechtsstreit mit Manager
Sein Coach Ivan Lendl wird wegen einer Pollenallergie erst zu den French Open nach Europa kommen, Vater Alexander senior hat gesundheitliche Probleme, fehlt seinem Sohn seit Wochen. Von Freundin Olga hat er sich getrennt. Und dann ist da noch der Rechtsstreit mit Patricio Apey.
"Die ganze Geschichte mit meinem Manager nimmt schon viel weg von mir", sagt Zverev. Beinahe jeden Tag habe er telefonieren müssen, stundenlang - das hatte Folgen:
Warum sich der Hamburger von Apey trennen will, bleibt sein Geheimnis - dass es ihn aus der Bahn warf, ist nicht zu übersehen. "Aber jetzt", behauptet er, "beruhigt es sich ein bisschen".
Bilanz auf Sand bisher schlecht
Sehr hart getroffen hat Zverev freilich auch, dass der Vater ihm "zum ersten Mal in meinem Leben ein paar Wochen" nicht beistehen konnte. "Ich hoffe, dass er bald zurückkommt, das ist für mich das Wichtigste", sagt der Sohn, der offenkundig Halt sucht in unruhigen Zeiten. Er merkt an:
Zverevs Bilanz der vergangenen drei Turnierwochen ist folglich miserabel: In Marrakesch, Monte Carlo und Barcelona unterlag der Weltranglistendritte jeweils früh. "Im Sport ist es so: Manchmal hast du die beste Zeit deines Lebens", wie er beispielsweise Ende des vergangenen Jahres beim ATP-Finale in London, "manchmal läuft es halt nicht so", wie bei ihm in den vergangenen Monaten.
Das Wichtigste, weiß Zverev, ist: nicht verzagen. "Wenn du aus solchen Phasen rauskommst, denke ich, dass du noch besser wirst. Ich hoffe, das wird bei mir auch genauso sein."
Freilos in Runde eins für topgesetzten Zverev
Insofern, sagt er, komme ihm das kleine 250er Turnier in München "gerade sehr passend". Hier hat er in den beiden vergangenen Jahren gewonnen, er hofft, "dass sich das Jahr hier für mich ändern wird".
Am Mittwoch wohl wird der an Nummer eins gesetzte Zverev nach einem Freilos in der ersten Runde sein Auftaktmatch bei den BMW Open bestreiten, gegen Maximilian Marterer (Nürnberg) oder Juan Ignacio Londero (Argentinien).
Er müsse jetzt mal "ein, zwei Matches gewinnen", in denen es eng zugehe, "dann läuft es wieder besser", glaubt er: "Wichtig ist, dass ich mein Spiel wiederfinde."
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