ATP Paris: Grigor Dimitrov nach Final-Niederlage gegen Novak Djokovic in Tränen - das ist der Grund

Grigor Dimitrov ist nach seiner Niederlage im Endspiel des ATP Masters von Paris-Bercy gegen Novak Djokovic (4:6, 3:6) in Tränen ausgebrochen. Diese Emotionen seien allerdings nicht nur Zeichen von Frust oder Enttäuschung gewesen, verriet der Bulgare nach dem Finale. "Es sind auch Freudentränen", erklärte er: "Ich will sie nicht als etwas Negatives sehen. Ich bin schließlich auch nur ein Mensch."

ATP Paris : final Djokovic - Dimitrov (Higlights) (SNTV)

Quelle: Eurosport

Die ehemalige Nummer drei der Welt legte beim Masters in Paris einen erstaunlichen Lauf ins Finale hin, schaltete dabei unter anderem Stefanos Tsitsipas und Daniil Medvedev aus. Es war sein erstes Masters-Finale seit sechs Jahren.
Gegen Djokovic, der seinen historischen 40. Masters-Titel klarmachte, war dann jedoch Endstation, sodass der ganz große Wurf ausblieb.
"Ja, ich denke, speziell heute war seine Klasse erstaunlich", lobte Dimitrov seinen Kontrahenten und analysierte weiter: "Auch wenn er sich körperlich nicht in Bestform fühlte, konnte er mich in eine sehr unangenehme Lage bringen und mich für jeden Schlag arbeiten lassen."
Seinen Gefühlen ließ der aktuelle Weltranglisten-14. nach der Partie freien Lauf, versteckte auch seine Tränen nicht.

Dimitrov: "Nur ich weiß, was ich durchgemacht habe"

"Ja, ich schäme mich nicht für sie (die Tränen, Anm. d. Red.). Es ist einfach passiert. Ich bin traurig. Natürlich bin ich traurig, dass ich verloren habe. Es ist nie lustig, wenn man in einem Finale verliert", gab der 32-Jährige zu.
Auf seine Leistung beim Masters-1000-Turnier blickte Dimitrov dennoch voller Stolz und betrachtete den Finaleinzug als einen Triumph für seinen Geist und seine Seele.
Dennoch sei es "hart, wenn es nicht klappt. Nur ich weiß in gewisser Weise, ohne mich selbst zu bemitleiden, was ich in den letzten Monaten auf und neben dem Platz durchgemacht habe."

Belohnung für monatelange Arbeit

Insgesamt seien die letzten Monate psychisch und körperlich sehr herausfordernd für Dimitrov gewesen, der sich nach langer Zeit (Oktober 2018) wieder zurück in die in die Top-15 der Welt kämpfte.
"Am Ende des Tages denke ich, dass nicht nur die letzten zwei Wochen, sondern auch die letzten Monate harter Arbeit und die große Reise nach China dazu beigetragen haben, dass sich alles in gewisser Weise wie ein Schneeball entwickelt hat, Tag für Tag, Spiel für Spiel", so der Rechtshänder.
Dimitrov galt lange Zeit als eines der verheißungsvollsten Talente auf der ATP-Tour, schaffte 2017 sogar den Sprung auf den dritten Platz der Weltrangliste, als er die ATP Finals für sich entschied. Nachdem er im Anschluss fast in der ATP-Versenkung verschwand und fast aus den Top-100 fiel, will er es im Spätherbst seiner Karriere noch einmal wissen.
"Ich glaube, ich genieße einfach jeden Moment, den ich jetzt da draußen habe, um Tennis zu spielen. Ich denke, als Sportler weiß man nie, wann es das letzte Mal sein könnte, wenn man sich verletzt oder etwas passiert, Gott bewahre", ergänzte Dimitrov reflektiert.
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ATP Paris : final Djokovic - Dimitrov (Higlights) (SNTV)

Quelle: Eurosport

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