ATP - Giovanni Mpetshi Perricard nach Sieg in Basel von Carlos Alcaraz geadelt: Der "beste Aufschläger der Welt"
Update 30/10/2024 um 16:38 GMT+1 Uhr
Der ungesetzte Franzose Giovanni Mpetshi Perricard hat sich durch den Sieg beim Turnier in Basel in den Fokus der Tennis-Welt gespielt. Dabei ist der 21-Jährige keineswegs aus dem Nichts aufgetaucht. Schon in Wimbledon erreichte er das Achtelfinale. Seine große Stärke ist sein extrem schneller und wuchtiger Aufschlag. Nicht nur sein Finalgegner in Basel, Ben Shelton, war tief beeindruckend davon.
Mpetshi Perricard secures second ATP title after straight set win over Shelton in Basel
Quelle: SNTV
"Ich bin bei einem seiner Aufschläge fast gestorben!", sagte Shelton nach dem Finale des ATP-Turniers in Basel, das er 3:6, 6:7 verloren hatte. Der 22-jährige US-Amerikaner, selbst ein Top-Aufschläger, konnte beim Service seines Gegners oft dem Ball nur hinterherschauen - wenn er nicht sogar von ihm getroffen wurde, wie in einer Szene.
Warum Shelton von "tödlichen" Aufschlägen seines Gegners spricht: Mpetshi Perricard servierte mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 210 km/h - bei seinen zweiten Aufschlägen! In der Spitze jagte er die Bälle beim ersten Aufschlag mit 235 km/h übers Netz.
Der aufstrebende Franzose beeindruckt mit seiner Physis. 2,03 Meter groß ist der Mann aus Lyon - seine Kraft lässt er vor allem bei den Aufschlägen heraus. 18,6 Asse serviert Perricard pro Match im Durchschnitt.
Alcaraz adelt Perricard: "Bester Aufschläger der Welt"
Fast 90 % Prozent seiner Aufschlagspiele hat Mpetshi Perricard in dieser Saison gewonnen. Das ist der sechstbeste Wert auf der Tour - für einen Youngster, der gerade Rang 31 der ATP-Weltrangliste erobert hat, eine beeindruckende Statistik.
Carlos Alcaraz bezeichnete Perricard schon als "ohne Zweifel den besten Aufschläger der Welt", wie er nach dem Turnier in Basel sagte: "Seine Art zu servieren ist unglaublich, seine Statistiken sind verrückt."
Dank seines starken Aufschlags und des Vorhandspiels hat Mpetshi Perricard in diesem Jahr sein Heimturnier in Lyon gewonnen und ist in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen, obwohl er zuvor kein einziges Grand-Slam-Match gewinnen konnte.
Von Platz 205 im ATP-Ranking zu Jahresbeginn kletterte er inzwischen schier unaufhaltsam und ist auch beim Masters in Paris auf Erfolgskurs: Zum Auftakt warf er Frances Tiafoe (USA) in drei Sätzen aus dem Rennen - auch durch diesmal 28 Asse.
Explosivität aus der Schulter
Georges Goven hat das Turnier in Basel für Eurosport Frankreich kommentiert. Er analysiert den Aufschlag Mpetshi Perricards: "Er führt den Aufschlag schnell aus. Giovanni nimmt den Ball nicht am höchsten Punkt, sondern, während er nach oben steigt. Er wirft den Ball, er spannt und bumm!"
Seine Art sei außergewöhnlich. Die Explosivität komme vor allem aus der Schulter, was Stärke wie Risiko beim Youngster sei, denn Verletzungen dort würden ihn seiner mit Abstand besten Waffe berauben.
Wenn aber der Aufschlag weiter so schnell und stabil bleibt, ist für Mpetshi Perricard alles möglich: "An Tagen, an denen er gut aufschlägt, kann er jeden schlagen!"
Wenn aber der Aufschlag weiter so schnell und stabil bleibt, ist für Mpetshi Perricard alles möglich: "An Tagen, an denen er gut aufschlägt, kann er jeden schlagen!"
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