Rafael Nadal gerät nach Niederlage gegen Hubert Hurkacz in Rom ins Grübeln: Teilnahme an French Open ungewiss

Rafael Nadal kassierte beim 1:6, 3:6 in der zweiten Runde des ATP-Masters in Rom gegen Hubert Hurkacz die höchste Niederlage auf Sand seit 21 Jahren. Die Generalprobe für die am 26. Mai beginnenden French Open in Paris ging damit gründlich in die Hose. Der 37-Jährige Spanier ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob eine Teilnahme an seinem Lieblingsort überhaupt noch Sinn ergibt.

Letzter Tanz in Rom: Nadal chancenlos gegen Hurkacz

Quelle: SNTV

Im zarten Alter von 16 unterlag Rafael Nadal 2003 Gaston Gaudio beim Sandplatzturnier in Hamburg 2:6, 2:6. 21 Jahre später war es mal wieder so weit: Gegen Hubert Hurkacz machte Nadal ebenfalls nur vier Spiele.
Dazwischen liegen 59 Turniersiege auf Sand, darunter 14 in Roland-Garros. Es hat auf der roten Asche nie einen besseren Spieler gegeben. "Wenn Rafa einen Sandplatz besitzt, haben alle seine Rivalen Angst", sagte Daniil Medvedev noch Ende April. Daran ändere auch Nadals Absturz auf Weltranglistenplatz 512 nichts.
Der 11. Mai 2024 könnte jedoch eine Zäsur darstellen. Erstmals seit eineinhalb Jahren traf Nadal mit Hurkacz wieder auf einen Top-10-Spieler. Das Ergebnis täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Beide Spieler hatten je sieben Breakchancen. Während Hurkacz vier davon verwertete, nutzte Nadal keine.
"Ich hatte meine Chancen, habe aber bei wichtigen Bällen zu viele Fehler gemacht", sagte Nadal. Mit einer tiefgehenden Analyse wollte er sich nicht weiter beschäftigen. Was Nadal umtreibt, ist die Ungewissheit, ob sich ein Start bei den French Open (live auf Eurosport und Discovery+) überhaupt lohnt.

Nadal zweifelt an French-Open-Teilnahme

"Es war in jeder Hinsicht ein harter Tag für mich, weil ich mich besser vorbereitet fühlte, als ich es gezeigt habe", sagte er. Schon bei seinem Auftaktsieg gegen den belgischen Qualifikanten Zizou Bergs hatte er sich schwergetan.
Ab 26. Mai wird am Bois de Boulogne aufgeschlagen - und zwei Wochen vorher reicht das Niveau des 14-maligen Champions bei weitem nicht aus, um mit den Besten der Welt mithalten zu können.
"Ich habe für Paris zwei Möglichkeiten. Die eine ist zu sagen: 'OK, ich bin nicht bereit, ich spiele nicht gut genug.' Die andere ist zu akzeptieren, wie ich heute bin, und daran zu arbeiten, dass ich in zwei Wochen in einer anderen Form bin", so Nadal.
Es sei nach wie vor sein großer Wunsch, an den Ort seiner größten Erfolge zurückzukehren, nachdem er 2023 verletzungsbedingt gefehlt hatte. "Wenn ich mich bereit fühle, werde ich versuchen, dabei zu sein und für die Dinge zu kämpfen, für die ich die letzten 15 Jahre gekämpft habe, auch wenn es jetzt unmöglich erscheint", sagte Nadal.

Der Kopf entscheidet

Letztlich werde der Kopf darüber entscheiden, ob eine Teilnahme Sinn macht. "Physisch habe ich einige Probleme, aber wahrscheinlich noch nicht genug, um zu sagen, dass ich beim wichtigsten Event meiner Tenniskarriere nicht spielen werde", so Nadal.
"Die Entscheidung ist heute nicht klar in meinem Kopf. Wir werden sehen, wie ich mich morgen, übermorgen und in einer Woche mental fühle. Wenn mein Verstand in die richtige Richtung tendiert, werde ich in Roland-Garros sein und mein Bestes geben", fügte er hinzu.
Das Masters in Rom sei für ihn meistens die ideale Standortbestimmung gewesen hinsichtlich der French Open. "Rom ist immer eines meiner wichtigsten Turniere gewesen. Ich habe hier so viel Liebe und Unterstützung erhalten und mir viel Selbstvertrauen geholt. Ich kam hier oft mit einigen Zweifeln an und begann dann, gut zu spielen."
Das ist in diesem Jahr offensichtlich nicht der Fall. Zwei Wochen hat Nadal noch Zeit, sich für Paris in Form zu bringen. Nach Rom, wo er zehn Mal gewonnen hat, wird er aller Voraussicht nach nicht zurückkehren. "Ich habe hier zu 98 Prozent zum letzten Mal gespielt. Es war mir eine Ehre", sagte Nadal zum Abschluss seiner Reise in die Hauptstadt Italiens.
Es ist dem Sandplatzdominator der letzten 20 Jahre zu wünschen, dass er auch Paris noch einmal seine Ehre erweisen kann.
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Quelle: SNTV








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