ATP Masters in Rom: Carlos Alcaraz zieht Jannik Sinner im Traumfinale den Zahn und holt erstmals den Masters-Titel im Foro Italico

Carlos Alcaraz hat das Finale des ATP Masters von Rom mit 7:6 (7:5), 6:1 gegen den Weltranglistenersten Jannik Sinner gewonnen. Damit trat der Spanier die Nachfolge von Alexander Zverev an, der im Vorjahr den Titel beim Klassiker in der Ewigen Stadt am Tiber geholt hatte. Darüber hinaus zieht Alcaraz am Montag im Ranking am Hamburger vorbei und ist dann erster Verfolger von Branchenprimus Sinner.

Alcaraz crasht Sinner-Party im Finale - Highlights

Quelle: Perform

"Jetzt möchte ich ein bisschen feiern, dann gilt aber meine ganze Konzentration der Vorbereitung auf Paris", sagte Alcaraz bei "Sky". Im ersten Satz sei es "ein richtig enges Match gewesen, bei den Satzbällen gegen mich war es heikel. Im zweiten Satz habe ich versucht, immer weiter zu pushen und ihn nicht zurück ins Spiel kommen zu lassen."
Das Traumfinale im Foro Italico entwickelte sich wie erwartet zu einem extrem engen Duell. Jannik Sinner hatte zunächst die besseren Karten, Satz eins für sich zu entscheiden.
Allerdings vergab der Südtiroler, der beim Masters von Rom sein Comeback nach überstandener Dopingsperre gab, beim Stand von 6:5 zwei Satzbälle - was sich rächen sollte.
Im Tiebreak nämlich war es Carlos Alcaraz, der nach insgesamt 70 Minuten Spielzeit mit 7:5 die Oberhand behielt.
Alcaraz, mit einer 6:4-Bilanz im direkten Vergleich ins Match gegen die Nummer eins der Welt gegangen, legte nach. Der Spanier nahm Sinner das erste Aufschlagspiel im zweiten Satz ab und zog auf 3:0 davon.

Alcaraz bei Winnern deutlich vorne

Mehr noch: Alcaraz gelang das Doppel-Break zum 4:0. Die Vorentscheidung. Der 21-Jährige ließ nichts mehr anbrennen und setzte sich nach einer Stunde und 44 Minuten mit dem dritten Matchball durch.
picture

Mauresmo exklusiv: "Niemand wird ein neuer Rafa sein"

Quelle: Eurosport

Alcaraz hielt sein Service über die gesamte Dauer der Partie, schlug deutlich mehr Winner (19:7) und war auch über den ersten und zweiten Aufschlag der bessere Spieler.
Am Ende stand ein verdienter Erfolg und der dritte Saisontitel nach Rotterdam und Monte-Carlo. Für Sinner endete dagegen eine Serie, der 23-Jährige war seit Anfang Oktober 2024 ungeschlagen.

Sinner stark - aber Italiens Durststrecke geht weiter

In Rom reichte es für den Südtiroler nicht ganz zum zweiten Sandplatztitel der Karriere nach dem kleinen Turnier in Umag 2022 - damals im Finale gegen Alcaraz. Auch die italienische Durststrecke setzte sich im 49. Jahr fort: Zuletzt hat 1976 Adriano Panatta für einen Heimsieg in Rom gesorgt.
Dennoch gelang Sinner eine erstaunliche Rückkehr nach seiner dreimonatigen Dopingsperre. Im Viertelfinale fegte er über den Norweger Casper Ruud hinweg (6:0, 6:1), im Halbfinale drehte er die Partie gegen Tommy Paul aus den USA (1:6, 6:0, 6:3).
Sinner war im vergangenen Jahr zweimal positiv auf das verbotene Steroid Clostebol getestet worden, die WADA folgte jedoch seiner Argumentation, wonach das Medikament unabsichtlich bei einer Behandlung durch seinen Physiotherapeuten in seinen Körper gelangt sei. Die Strafe fiel dementsprechend sanft aus, einige Profikollegen kritisierten die vermeintliche Ungleichbehandlung.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Paolini schreibt Geschichte mit Title in Rom
(mit SID)
picture

Highlights: Paolini düpiert Gauff im Finale von Rom

Quelle: Perform


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung