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Roger Federer wieder die Nummer 1: Finale in Stuttgart gegen Milos Raonic
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Publiziert 16/06/2018 um 18:32 GMT+2 Uhr
Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer übernimmt erneut die Spitze der Weltrangliste von French-Open-Gewinner Rafael Nadal. Der 36 Jahre alte Schweizer siegte im Halbfinale des ATP-Turniers in Stuttgart 6:7 (2:7), 6:2, 7:6 (7:5) gegen Nick Kyrgios und geht am Montag in seine 310. Woche als Nummer 1 der Tennis-Welt. In seinem ersten Finale am Weissenhof trifft Federer am Sonntag auf Milos Raonic.
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Roger Federer reckte nach dem Matchball sofort die Faust in die Luft. Er wusste, er hatte es wieder geschafft. Nach einem echten Nervenkrimi gegen Nick Kyrgios im Halbfinale des ATP-Turniers in Stuttgart kehrt der Rekord-Grand-Slam-Sieger erneut an die Spitze der Weltrangliste zurück und löst French-Open-Gewinner Rafael Nadal ab.
Beim Interview vom TV-Sender "Sky" sagte Federer:
Älterste Nummer 1 der Welt
Der 36 Jahre alte Schweizer siegte 6:7 (2:7), 6:2, 7:6 (7:5) gegen den Australier und geht am Montag in seine 310. Woche als Nummer 1 der Tennis-Welt. In seinem ersten Finale am Weissenhof trifft Federer am Sonntag ab 13.00 Uhr auf den ehemaligen Weltranglistendritten Milos Raonic (Kanada).
Der erstmals in Stuttgart startende Raonic (27) besiegte Titelverteidiger Lucas Pouille aus Frankreich 6:4, 7:6 (7:3). Der Wimbledonfinalist von 2016 hat im bisherigen Turnierverlauf weder einen Satz noch ein Aufschlagspiel verloren. Raonic war auch aufgrund etlicher Verletzungsprobleme in der Weltrangliste auf Platz 35 abgerutscht.
Pause während der Sandplatzsaison
Federer, der während der gesamten Sandplatzsaison freiwillig zweieinhalb Monate pausierte, verdrängt bereits zum dritten Mal in diesem Jahr seinen spanischen Rivalen Nadal von der Spitze der Weltrangliste. Für den Australian-Open-Champion war der Sieg gegen Kyrgios auf dem Weg zu seinem anvisierten neunten Titel in Wimbledon (ab 2. Juli) der 15. Erfolg auf Rasen in Serie. Für Kyrgios war es nach Problemen mit dem Ellenbogen das erste Turnier seit Anfang April in Houston/Texas.
Über Kyrgios hatte sagte Federer. nur lobende Worte:
Die kommende Nummer eins fühlte sich bei seinem erneut gewohnt unkonventionell aufspielenden Gegner an den jungen Federer erinnert: "Ich bin Fan von ihm. Er spielt ein bisschen anders, so wie ich früher, aber ich konnte mich zum Glück später für den Erfolg ändern."
Federer vor 98. ATP-Titel
Schon bei den ersten beiden Duellen auf der ATP-Tour zwischen Federer und Kyrgios war es über die volle Distanz von drei Sätzen gegangen, wobei alle sechs gespielten Sätze erst im Tiebreak entschieden wurden. Auch am Samstag ging es in zwei Tiebreaks.
Federer, der nun kurz vor seinem 98. Einzeltitel auf der ATP-Tour steht, setzte seinen Gegner vor vollbesetzter Kulisse von Beginn an unter Druck, ließ jedoch seine zwei Breakmöglichkeiten im ersten Satz ungenutzt. Kyrgios servierte mit viel Risiko, unterschied kaum zwischen erstem und zweitem Aufschlag und spielte einen bärenstarken ersten Tiebreak.
Im zweiten Durchgang ließ bei Kyrgios die Konzentration nach, und er schenkte mit zwei Doppelfehlern Federer das entscheidende Break. Im Tiebreak in Satz drei entschied die Erfahrung eine hochklassige und äußerst enge Partie.
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