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Alexander Zverev mit Mühe im Achtelfinale vom ATP-Turnier in Washington
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Publiziert 03/08/2017 um 08:26 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hat mit Mühe das Achtelfinale beim ATP-Turnier in Washington D.C. erreicht. Der 20 Jahre alte Hamburger setzte sich gegen den Australier Jordan Thompson nach 2:11 Stunden 4:6, 6:3, 7:6 (7:5) durch und trifft nun auf Tennys Sandgren aus den USA. Nach dem Aus seines älteren Bruders Mischa ist er der letzte verbleibende Deutsche beim mit rund 2 Mio. Dollar dotierten Hartplatzturnier.
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"Ich bin einfach nur glücklich, eine Runde weiter zu sein", sagte Zverev, der im Tiebreak des entscheidenden Satzes mit 4:5 in Rückstand gelegen hatte: "Ich habe versucht, ruhig zu bleiben und mich zu konzentrieren. Er spielt gerade sehr gutes Tennis."
Nach der geglückten Premiere im stickig-heißen Washington D.C. brüllte er seine Erleichterung Richtung Tribüne. Und dort gab es für den sonst eher reservierten Juan Carlos Ferrero kein Halten mehr. Freudig sprang der Spanier auf und klatschte jede im Umkreis von zehn Metern befindliche Menschenseele euphorisch ab.
Zverev schwärmt von Coach Ferrero
Die Reaktionen der beiden Protagonisten sagten mehr als 1000 Worte: Zverev war seinem Auftaktmatch gegen den Australier Jordan Thompson einfach froh, seinem neuen Coach in der amerikanischen Hauptstadt einen guten Einstand beschert zu haben.
Wie sehr, das ließen seine folgenden Lobeshymnen auf den 37 Jahre alten Ferrero erahnen. Zverev schwärmte von seinem neuen Impulsgeber, der am Mittwoch ganz entspannt in blauem Shirt und weißer Tennis-Shorts in der Box des Weltranglistenachten gesessen hatte:
Mit der eher überraschenden Verpflichtung der früheren Nummer eins wollte Zverev vor der US-Tour mit dem Höhepunkt in Flushing Meadows (ab 28. August) ein Zeichen setzen. "Ihn bei den großen Turnieren dabei zu haben, das ist etwas ganz Besonderes für mich. Vor allem auch in Sachen Einstellung und Mentalität", sagte "Sascha" Zverev.
Ferrero gewann French Open 2003
Der 20-Jährige tat es damit den Allergrößten der Szene gleich. Novak Djokovic zum Beispiel vertraut auf André Agassi als Einflüsterer, Andy Murray auf Ivan Lendl, und Rafael Nadal auf Ferreros Landsmann Carlos Moya.
All diese Coaches standen während ihrer aktiven Karriere an der Spitze des Rankings und haben mindestens einen Grand-Slam-Titel geholt.
So auch Ferrero, der bei den French Open 2003 triumphiert hatte. Dem Vater von zwei Kindern und Chef der nach ihm benannten "JCF" Tennis Academy in Alicante ist die Freude über die Zusammenarbeit mit einem der größten Talente auf der Tour deutlich anzumerken.
Zunächst Trainer bis zum Saisonende
"Sascha ist ein besonderer, ein etwas anderer Spieler. Er hat das Etwas eines Champions", erklärte Ferrero, der allerdings von der Konstitution des "kleinen" Zverev doch ein wenig überrascht war. "Im Fernsehen sieht er immer sehr dünn aus." Aber dann sah er ihn auf dem Trainingscourt sowie im Kraftraum, "und da habe ich festgestellt: Er ist sehr stark", meinte Ferrero, der auch die Emotionen von Zverev besser in den Griff bekommen will:
Ferrero soll Zverev zunächst bis zum Saisonende betreuen. Das Okay seiner Frau Eva hat er erstmal, obwohl Tochter Vega (3) und Juan Carlos Junior (fünf Monate) noch nicht aus dem Gröbsten heraus sind. "Sie weiß, dass ich diesen Sport liebe. Für den Moment ist es in Ordnung für Eva", sagte Ferrero - mit einem Augenzwinkern.
Im Achtelfinale von Washington wartet auf den an Position fünf gesetzten Zverev nun Tennys Sandgren aus den USA.
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