Roger Federer hofft im Finale auf den zweiten Sieg gegen Novak Djokovic innerhalb von fünf Tagen

Es ist das Wunschfinale vieler Fans bei diesen ATP World Tour Finals. Der überragende Spieler des Jahres, Novak Djokovic, trifft auf den einzigen Spieler, der dieses Jahr konstant gegen ihn mithalten konnte, Roger Federer.

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Fotocredit: Eurosport

Das Finale von London (ab 19:00 Uhr im Liveticker) ist das 44. Match, das sich die beiden Superstars liefern werden. Derzeit führt Federer denkbar knapp mit 22:21. In diesem Jahr gab es bislang sieben Begegnungen, Djokovic führt dabei mit 4:3.
Bereits in der Gruppenphase war es am Dienstag zum Duell der Giganten zwischen Djokovic und Federer gekommen - wobei sich der Schweizer mit 7:5, 6:2 durchsetzte. Nun hofft Federer im Endspiel auf den Doppelschlag: zwei Siege innerhalb einer Woche gegen die Nummer eins der Welt.

Djokovic überragend gegen Nadal

Nach zwei durchschnittlichen Auftritten im zweiten und dritten Gruppenmatch spielte Djokovic im Halbfinale gegen Rafael Nadal wieder sein bestes Tennis.
Gut in der Defensive wie eh und je, beeindruckte Djokovic vor allem mit dem schnellen Vorrücken in die Offensive. Wie der Serbe nach dem Match selber feststellte, hat sich dieser Aspekt seines Spieles über die letzten Jahre enorm verbessert.
Seine Schläge haben dadurch nicht nur einen besseren Fluss bekommen, er zwingt seine Gegner, selber noch mehr Risiko zu gehen. Auch beim Aufschlag hat der Weltranglisten-Erste in diesem Jahr noch mal einen Sprung gemacht.
Finalgegner Federer brauchte ein paar Minuten, um richtig im Halbfinale gegen Stan Wawrinka anzukommen, dominierte dann aber wie schon in den anderen Matches in dieser Woche.
Der Belag in London ist fast ideal für Federer - vielleicht ein bisschen zu langsam. Aber dafür springt der Ball auf der perfekten Höhe für den Schweizer ab. Dazu spielt er schon wie in Wimbledon und bei den US Open das ganze Turnier auf einem anhaltend hohen Niveau.

Federer braucht starke Aufschlag-Quote

Obwohl Federer Djokovic am Dienstag in der Gruppenphase besiegte, gilt der Serbe als leichter Favorit. Federer weiß, wenn er eine hohe Quote beim ersten Aufschlag hat und so den gefährlichen Returns des Serben aus dem Weg gehen kann, hat er eine gute Chance, abermals den Platz als Sieger zu verlassen.
Das Problem ist: Wenn er wie im Wimbledon- oder US-Open-Finale seinen Rhythmus beim Aufschlag nicht findet, wird es ganz schwer, gegen die Defensivfähigkeiten von Djokovic. Dann wird der Weltranglisten-Erste den Schweizer im Laufe des Matches zu Fehlern zwingen.
Was hingegen sicher scheint, ist, dass die hochklassigste Rivalität im Tennis auch im Finale wieder beste Unterhaltung bieten dürfte...
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