ATP-Finale: Alexander Zverev gegen Roger Federer, Marin Cilic und Jack Sock

Alexander Zverev bekommt es bei den ATP Tour Finals in London (12. bis 19. November) in der Boris-Becker-Gruppe mit Roger Federer (Schweiz), dem Kroaten Marin Cilic und dem US-Amerikaner Jack Sock zu tun. In der Pete-Sampras-Gruppe spielen Rafael Nadal (Spanien), Dominic Thiem (Österreich), Grigor Dimitrov (Bulgarien) und David Goffin (Belgien). Zverev startet am Sonntag gegen Cilic ins Turnier.

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Kaum hatte Boris Becker höchstpersönlich Alexander Zverev und Roger Federer bei der Auslosung in einer Gruppe zusammengeführt, da war Deutschlands Spitzenspieler im fernen Mailand auch schon wieder genervt. Angesprochen auf den Schweizer Rekord-Grand-Slam-Champion, sagte Zverev:
Bei den Next Gen ATP Finals in Mailand war der 20-jährige Hamburger eigentlich als Teilnehmer eingeplant, doch anstatt sich beim Saisonfinale der nächsten Generation weiter in den Fokus zu spielen, will Zverev nach einem überragenden Jahr der Spitze der Weltrangliste ein Stück näher rücken.

Der Spielplan:

In Mailand ist Zverev nur zu Gast, in London greift er in der kommenden Woche beim Duell der acht weltbesten Spieler des Jahres 2017 zum Schläger - und Zverev werden durchaus Chancen eingeräumt, als erster Deutscher seit Rainer Schüttler 2003 zumindest das Halbfinale zu erreichen.

"Es wird eine unfassbare Erfahrung"

Das scheint auch keineswegs ausgeschlossen, denn in der Boris-Becker-Gruppe hat es Zverev ab Sonntag außer mit Federer noch mit Cilic und Sock zu tun - lösbare Aufgaben für die Nummer drei der Welt.
"Dass ich nach diesem unglaublichen Jahr im Kreis der acht weltbesten Spieler dabei bin, ist sehr speziell für mich", sagte Zverev in Mailand, wo er ein Exhibition Match gegen den Griechen Stefanos Tsitsipas bestritt: "Es wird eine unfassbare Erfahrung werden - ein weiteres erstes Mal nach vielen ersten Malen in diesem verrückten Jahr."
Der Erfolg in dieser Saison sei überraschend schnell gekommen, sagte Zverev kürzlich im Gespräch mit der FAZ: "Natürlich konnte man nicht erwarten, dass ich dieses Jahr als Nummer drei im Race und Nummer drei oder vier der Welt beende", betonte er: "Aber ich wusste, wozu ich imstande bin."

Murray, Djokovic und Wawrinka fehlen

Zverev, der mit seiner Gruppe am Montag ins Turnier einsteigt, ist seit Rainer Schüttler im Jahr 2003 der erste Deutsche beim Saisonfinale. Deutsche Siege gab es bei dem seit 1970 ausgetragenen Turnier durch Boris Becker (1988, 1992, 1995) und Michael Stich (1993).
Vorjahressieger Andy Murray (Großbritannien) ist wegen andauernder Hüftprobleme in der Reha und kann seinen Titel daher nicht verteidigen. Mit Novak Djokovic und Stan Wawrinka, die ihre Saison verletzungsbedingt bereits beendet haben, fehlen weitere Toptars in London.

Fragezeichen hinter Nadals Fitness

Hinter dem Gesundheitszustand von Rafael Nadal steht derweil noch ein Fragezeichen. "Wir tun alles mögliche, damit er starten kann", sagte Nadals Arzt Angel Ruiz Cotorro dem spanischen Radiosender "Cope" am Dienstag.
Der French-Open-Sieger hatte das Viertelfinale beim Masters in Paris am vergangenen Freitag wegen einer Knieverletzung zwei Stunden vor Spielbeginn absagen müssen. Sollte die Nummer eins der Welt tatsächlich ausfallen in London, würde Landsmann Pablo Carreño Busta nachrücken.

Die Gruppen in der Übersicht:

Pete-Sampras-Gruppe
Boris-Becker-Gruppe
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