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Australian Open: Maria Scharapowa und der Leoparden-Slip
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Publiziert 20/01/2016 um 16:27 GMT+1 Uhr
Welcome to Down Under, wir sind schon mittendrin in den Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Turnier der Saison! Und Eurosport.de hat sich hinter den Kulissen des "Happy Slams" umgeschaut...
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- Scharapowa und der Leopard-Slip - Jeder kennt das: in der Waschmaschine verschwinden regelmäßig Socken. Das ist eines der letzten Rätsel der Menschheit. Die Spieler auf der Tour haben da aber noch ganz andere Probleme: Unterwegs haben sie natürlich meist keine Waschmaschine zur Verfügung, da nutzt man dann gerne die Turnier-Wäscherei. Klar, ist fast so wie daheim bei Mutti. Tonnenweise werden auch im Melbourne Park täglich die Klamotten gereinigt und wieder zusammensortiert.
Da kann dann leicht mal was durcheinander kommen. Wie bei Maria Scharapowa. In Brisbane verschwand ihr Lieblings-Shirt. Dafür bekam sie in Melbourne ein kleines Extra: "Ich habe gerade Unterwäsche zurückbekommen, die nicht mir gehörte. Es war ein Leoparden-Slip. Ich dachte nur: Das ist doch nicht meiner... Ich habe sie natürlich zurückgegeben!" Nun wissen wir zumindest, was Maria Scharapowa nicht drunter trägt.
- Go Daddy Go! - Es sind die Lleyton-Hewitt-Abschiedsfestspiele im Melbourne Park. Rusty, der alte Haudegen, spielt seine 20. und letzten Australian Open und wird jetzt medial nochmal richtig abgefeiert. Von morgens bis abends dudeln Lleyton-Spots über den Bildschirm. Es menschelt gewaltig. Erst haben sie den Rüpel mit dem Kämpferherz Down Under ja von Herzen gehasst. Aber mittlerweile lieben sie den Familiy Man und die ganze Nation fiebert in jeder Runde mit, denn jedes Match könnte schließlich das letzte sein. Immer mit dabei: seine drei süßen Kids. Bei der Pressekonferenz vor Turnierstart saßen sie ganz anständig an der Seite, die fünfjährige Ava gähnte auch nur ab und zu. Und Cruz hat zwar schon einen eigenen Twitter-Account, ist aber viel lieber mit Daddy auf dem Tennisplatz.
Der Siebenjährige ist Hewitts Mini-Me und Best Buddy. Und bei Turnieren immer im Training mit dabei. Da schlägt der Kurze schon Bälle mit Roger Federer, als wäre es nix. Und mit Daddy Lleyton spielt er Punkte um ein Eis - so fördert man den Wettkampfgeist. Vor dem ersten Match brachten ihm die Kleinen dann noch ein rührendes Ständchen im Frühstücksfernsehen, da kamen Daddy fast die Tränen. Überhaupt ist Hewitt dieser Tage ganz nah am Wasser gebaut. Wenn es zu Ende ist, wird der Damm wohl brechen. Aber Cruz glaubt fest an ihn und bastelte extra ein großes "Go Daddy Go"-Schild zum anfeuern. Dann kann ja nichts mehr schiefgehen.
- Ich als Tennis-Vater? Hör mir auf! - Roger Federer liebt Tennis und er liebt seine Zwillings-Töchter. Aber beides zusammen ist eine Kombination, die er in der Zukunft eher verschwommen sieht. "Dann wäre ich ja 40 Jahre in Folge auf der Tour", stöhnte Federer bei dem Gedanken an eine Zweitkarriere als Tennis-Vater, "ich weiß nicht, ob ich das so reizvoll fände. Klar, ich unterstütze sie bei allem. Aber ich würde sie lieber in jedem anderen Sport sehen. Ihnen als Super Skifahrerinnen zuschauen, das fände ich spannend. Aber Tennis Matches gucken, uff, ich weiß nicht... So sehr ich Tennis jetzt auch liebe - ich weiß nicht, wie aufregend ist das in 20 Jahren noch finde." Gewöhnen wir uns also besser an den Gedanken, dass es keinen Federer-Sister-Act geben wird. Zumindest nicht im Tennis.
- Die Queen of Sarkasmus - Regel Nummer eins bei Serena Williams: Man muss in ihren Pressekonferenzen mit allem rechnen. Mit Launen, mit Lachanfällen, mit leicht wirren Gedankengängen - und mit tödlichen Blicken bei falschen Fragen. Super-Serena packt dann schon mal den Todes-Laserstrahl aus. Sie beherrscht aber genauso gut auch den Sarkasmus, als Strafmaßnahme für unliebsame Fragesteller. Man hätte es ahnen können - das Thema Roberta Vinci anzusprechen, könnte bei Williams alte Wunden aufreißen. US Open, geplatzter Grand-Slam-Traum, wir erinnern uns. Wenn dann aber auch noch gefragt wird, ob sie sich dieses Halbfinalmatch nochmal auf Video angeschaut hätte, muss man sich nicht wundern, wenn der Sarkasmus trieft: "Ja, ich schaue es jeden Tag. Jeden Abend, um mich vorzubereiten..." Man muss dankbar sein, dass Serena davon absah, dem Journalisten den Kopf abzureißen.
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