Australian Open 2019 | Novak Djokovic dominiert Finale gegen Rafael Nadal

Novak Djokovic hat das Finale der Australian Open nach einer Machtdemonstration mit 6:3, 6:2 und 6:3 gegen Rafael Nadal gewonnen. Nach zwei Stunden und vier Minuten beendete der Weltranglistenerste das Duell mit der Nummer zwei der Welt zu seinen Gunsten. Mit nunmehr sieben Titeln ist Djokovic vor Roger Federer und Roy Emerson alleiniger Rekordsieger in Melbourne.

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"Vor genau zwölf Monaten war ich verletzt und jetzt, ein Jahr später, hier zu stehen und den Titel gewonnen zu haben, ist einfach großartig", blickte Djokovic in der Stunde des Erfolgs auf die schweren Monate der vergangenen Saison zurück, als ihn eine Ellbogen-Operation monatelang außer Gefecht setzte.
Nadal gratulierte dem Champion und sprach von einem "einmaligen Tennis-Level", das Djokovic gezeigt habe. "Auch wenn ich nicht meinen besten Abend erwischt habe, waren es zwei emotionale Wochen und es ist für mich so wichtig, da zu sein, wo ich jetzt bin. Ich konnte ja seit den US Open 2018 kein offizielles Turnier mehr spielen", so der 32-Jährige, der in Melbourne nach rund fünf Monaten sein Comeback gab.

Perfekter Start ins Finale für Djokovic

Djokovic erwischte einen Traumstart ins Match und gewann 12 der ersten 13 Ballwechsel, nach nur neun Minuten führte der Weltranglistenersten mit 3:0.
Vor allem der erste Aufschlag kam überragend bei Djokovic, der den ersten Satz dominierte und nach 36 Minuten mit 6:3 für sich verbuchen konnte. "Ein bärenstarker Anfang von Djokovic", zeigte sich auch Eurosport-Experte Boris Becker begeistert von der Vorstellung des 31-Jährigen.
Nadal kam im zweiten Satz besser zurecht, aber nicht gut genug. Djokovic servierte weiterhin überragend und zeigte auch in den Returnspielen seine Klasse. Der Lohn: das Break zum 3:2.
Eine fast logische Folge der Kräfteverhältnisse auf dem Platz, wie Becker befand:
Es kam noch schlimmer für den 17-fachen Grand-Slam-Turniersieger aus Mallorca, der auch im siebten Spiel seinen Aufschlag abgeben musste (2:5). Bei eigenem Aufschlag marschierte Djokovic dann mit drei Assen in Serie zum Satzgewinn. Es war in dieser Phase eine Demonstration, was der Branchenprimus in dieser Phase des Matches ablieferte.

Nadal vergibt einzige Breakchance

Djokovic ließ keinen Deut nach und legte früh im dritten Satz das Break zum 2:1 nach. Im sechsten Spiel vergab Nadal dann die erste Breakchance, die er sich überhaupt im Endspiel erkämpft hatte. Es wäre die Möglichkeit gewesen, dem Match eine Wendung zu geben. So blieb Djokovic am Drücker und machte mit seinem zweiten Matchball bei Aufschlag Nadal den Turniersieg perfekt.
Für diese deutliche Niederlage gibt es natürlich Gründe", analysierte Becker das Endspiel. "Nadals natürliches Spiel findet auf Sand statt und wenn er dann auf einen schlicht perfekten Hartplatzspieler wie Djokovic trifft, wird er immer Probleme haben."
Djokovic, der seine Bilanz gegen den Spanier auf 28:25 Siege ausbaute, steht damit bei 15 Grand-Slam-Titeln und rückt damit näher an Roger Federer (20) und Nadal (17) heran. Es war nach Wimbledon und den US Open der dritte Major-Triumph in Folge für den Serben.
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