Bis dahin wird die Regierung von einer erneuten Festsetzung des Serben absehen. Eine Entscheidung in der Causa soll am Sonntag in höchster Instanz vor dem Federal Court of Australia, einem Bundesgericht, fallen.
Nach einer Online-Anhörung der Anwälte beider Seiten legte Richter Anthony Kelly fest, dass Djokovic nicht aus Australien abgeschoben werde, während sein Einspruch noch verhandelt wird.
Er soll aber nach Ende der samstäglichen Befragung vor den Einwanderungsbehörden in Gewahrsam genommen werden, eine weiteren Anhörung ist für am Sonntag (10:00 Ortszeit) vor dem Federal Court angesetzt. Wo diese Anhörungen stattfinden und Djokovic unter Kontrolle der Behörden gehalten werden wird, dürfen die Anwälte beider Seiten gemeinsam festlegen, so Kelly. So soll ein Medienauflauf vermieden werden.
Australian Open
Fall Djokovic: Visum annulliert, aber Rechtsstreit geht weiter
14/01/2022 AM 07:04
Der australische Einwanderungsminister Alex Hawke hatte am Freitag um kurz vor 18:00 Uhr Ortszeit bekannt gegeben, dass er Djokovics Visum erneut annulliert habe.
Sollte die Entscheidung Bestand haben, müsste Djokovic das Land verlassen und könnte seinen Titel bei den am Montag beginnenden Australian Open nicht verteidigen. Zudem droht dem Weltranglistenersten auch ein dreijähriges Einreiseverbot nach Australien.
"Wir sind sehr besorgt über die Zeit", sagte Wood während der Anhörung angesichts des baldigen Turnierbeginns: Djokovic müsste seine Erstrundenbegegnung gegen seinen Landsmann Miomir Kecmanovic schon am Montag bestreiten, wie die Turnierorganisatoren bekannt gaben. Im Zuge dessen bemängelte Djokovics Anwalt auch das lange Zögern des Einwanderungsministers.
AUSTRALIEN ENTZIEHT DJOKOVIC DAS VISUM: EURE MEINUNG?
Am Montag hatte der ungeimpfte Djokovic nach einem Teilerfolg vor Gericht sein Visum zurückbekommen und konnte die Unterbringung für Ausreisepflichtige verlassen, in der er sich nach Ankunft am 5. Januar wegen Nichterfüllung der Pandemie-Einreisebestimmungen zunächst aufhalten musste.
Am Mittwoch hatte Djokovic eingeräumt, dass er im Dezember in Serbien an einem Interview trotz des Wissens um einen positiven Coronatest teilgenommen habe. Auch eine "unabsichtliche" Falschangabe auf dem Einreisebogen musste er eingestehen.
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