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Alexander Zverev blickt über den Tellerrand hinaus: Deutscher Tennis-Star will CO2-Fußabdruck verringern
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Publiziert 19/01/2023 um 22:31 GMT+1 Uhr
Während seiner schweren Verletzung, die er sich bei den French Open 2022 zuzog, arbeitete Alexander Zverev nicht nur an seinem sportlichen Comeback, sondern nutzte seine freie Zeit auch, über den Tellerrand hinauszublicken. Deutschlands Nummer eins engagierte ein Unternehmen, um den CO2-Fußabdruck von ihm und seinem Team während eines Tennis-Jahres untersuchen zu lassen.
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"Während ich mich von meiner Knöchelverletzung erholt habe und nicht so viel gereist bin, hatte ich Zeit, über die Folgen nachzudenken, die mein Team auf die Umwelt hat, insbesondere im Bezug auf die Weltreise und meiner Jagd nach Titeln", erklärte Zverev.
Das Ergebnis war erstaunlich. Im Zeitraum von Mai 2021 bis Mai 2022 legte das Team des Deutschen ca. 500.000 Kilometer zurück. Das entspricht etwa 250 Tonnen CO2-Äquivalent-Emissionen.
Zurückzuführen ist die gewaltige Anzahl an Reisekilometern auf den straffen Zeitplan der Tennisspieler, die in kürzester Zeit große Strecken überbrücken müssen. Das größte Problem ist vor allem die Art, wie das gesamte Team reist. Viele Orte sind nur per Flugzeug zu erreichen, der CO2-Ausstoß ist infolgedessen immens.
Diesem Problem will sich Zverev nun mit dem Umwelt- und Sozialberatungs-Unternehmen Carbon Clarity annehmen. Der Reisestress wird kaum zu verändern sein. Deswegen investiert der 25-Jährige in alternative Umwelt-Projekte, um den CO2-Ausstoß auszugleichen.
Zverev will Fans miteinbeziehen
Zu diesen Projekten gehört die Bepflanzung von Berghängen in den Alpen und im Sauerland, die Renaturierung von Hochmooren im Diepholzer Moor sowie weitere Aufforstungen an verschiedensten Orten.
Dazu will Zverev auch seine Fans miteinbeziehen und für das Thema Umwelt sensibilisieren. "Ich bin in der glücklichen Lage, die Möglichkeit zu haben, wirklich etwas zu bewegen. Mit den Zuschauerzahlen, die unsere Spiele im Fernsehen und online sehen, können wir dazu beitragen, Fans und Mitbewerber zu beeinflussen, die intelligente Wahl zu treffen und dadurch wirklich eine nachhaltige Wirkung für unseren CO2-Fußabdruck zu erzielen", zeigte sich der Tennis-Star erfrischend reflektiert.
Inspieriert haben den jungen Deutschen Sportsstars wie der dreifachen Grand-Slam-Siegerin Ashleigh Barty oder Fußballprofi Marcus Rashford von Manchester United. "Wir haben auch erhebliche Fortschritte bei den Bemühungen von Ash Barty gesehen, das Bewusstsein zu schärfen und Maßnahmen zu wichtigen Themen der sozialen Verantwortung zu ergreifen. Und was Marcus Rashford in Bereichen wie Rasse und Armut erreicht hat, ist erstaunlich", erzählt Zverev.
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"Es zeigt, dass wir unser sportliches Talent einsetzen können, um echte Veränderungen in der Welt zu ermöglichen", so Zverev weiter.
Er will dieses wichtige Thema nicht in den Hintergrund rücken lassen. "Das Travel Audit ist nur der Anfang, aber ich will noch viel weiter gehen. Mein oberstes Ziel ist es, der beste Tennisspieler der Welt zu sein und überall Majors und Turniere zu gewinnen. Aber ich kann das nicht tun, ohne auch Verantwortung für unsere Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen", sagte Zverev.
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