Australian Open 2023: Stefanos Tsitsipas schlägt Karen Khachanov im Halbfinale und zieht erstmals ins Endspiel ein
Stefanos Tsitsipas hat erstmals das Finale der Australian Open erreicht. Der Grieche schlug Karen Khachanov im Halbfinale 7:6 (7:2), 6:4, 6:7 (6:8), 6:3 und trifft im Endspiel auf den Serben Novak Djokovic. Mit dem Finaleinzug wird der 24-Jährige in der Weltrangliste erstmals auf Rang zwei stehen. Mit einem Turniersieg könnte er sogar die Weltranglistenspitze erobern.
Halbfinale: Tsitsipas schlägt Khachanov in vier Sätzen - Highlights
Quelle: Eurosport
Stefanos Tsitsipas steht nach den French Open 2021 zum zweiten Mal in einem Grand-Slam-Endspiel. Damals verlor er nach 2:0-Satzführung in fünf Sätzen gegen Novak Djokovic.
"Davon habe ich als Kind geträumt. Ich fühle mich gesegnet, Tennis auf diesem Level zu spielen", sagte Tsitsipas nach dem harten Stück Arbeit gegen den Russen Karen Khachanov: "Ich bin froh über den guten Fight, den ich hier liefern konnte."
Die Australian Open gehören zu den Lieblingsturnieren des Griechen: 2019, 2021 und 2022 stand der 24-Jährige in Melbourne jeweils im Halbfinale - nun erreichte er erstmals das Endspiel.
Im Finale kommt es nun zum Showdown mit Djokovic (Halbfinal-Sieg gegen Tommy Paul), der ebenfalls mit einem Turniersieg aus eigener Kraft die Nummer eins der Welt werden kann.
Tsitsipas startet nervös ins Halbfinale
Der verletzte Carlos Alcaraz wird in jedem Fall an der Spitze der Weltrangliste abgelöst. Es wäre Djokovics zehnter Erfolg in Melbourne und sein 22. Grand-Slam-Sieg insgesamt. Damit würde er mit Rafael Nadal gleichziehen.
Tsitsipas konnte in einem von beiden nervös geführten ersten Satz zweimal mit Breaks vorlegen, wurde vom Olympiazweiten jedoch zweimal gekontert. So konnte der Grieche bei 5:3 nicht zum Satzgewinn ausservieren. Der Tiebreak war dann aber eine klare Sache für Tsitsipas, der sein Niveau ab Ende des ersten Satzes merklich steigerte.
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"Oh ne!" Khachanov-Fehler ebnet Tsitsipas den Weg zum Break
Quelle: Eurosport
Im zweiten Durchgang blieb bis 4:4 alles in der Reihe. Dann ließ ein einziger Ballwechsel das Pendel deutlich in Richtung Tsitsipas ausschlagen: Bei 15:30 gegen sich schaffte es der 26 Jahre alte Russe gleich dreimal nicht, einen Schmetterball zu verwandeln. Tsitsipas zwang ihn in die Rally zurück und punktete schließlich mit einer starken Vorhand cross.
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"Was für ein Zirkus!" Tsitsipas gewinnt Monster-Ballwechsel und breakt
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Danach schaffte der Grieche das vorentscheidende Break zur 2:0-Satzführung.
Khachanov wehrt Matchbälle ab
Für Khachanov war das ein echter Wirkungstreffer. Während sich der Russe nach Satz eins erstmal gar keine Breakchancen mehr erspielen konnte, nahm ihm Tsitsipas in Satz drei zum 3:1 zum vierten Mal das Service ab.
Bei 5:4 schlug der 24-Jährige dann schon zum Matchgewinn auf, wackelte aber plötzlich. Khachanov erarbeitete sich seine erste Breakchance seit knapp eineinhalb Stunden und war zur Stelle, weil Tsitsipas einen Schmetterball weit ins Aus setzte. Khachanov zwang ihn erneut in den Tiebreak.
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Smash weit ins Aus! Tsitsipas wackelt bei Service zum Matchgewinn
Quelle: Eurosport
Bis 4:3 blieb dort alles in der Reihe, dann verdiente sich der Grieche mit einer tollen Topspin-Vorhand das erste Minibreak. Nach 2:40 Stunden hatte Tsitsipas seine ersten zwei Matchbälle, doch der Russe bewies erneut Nervenstärke, wehrte beide sehenswert ab und holte sich den Tiebreak 8:6.
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Tiebreak-Drama! Khachanov wehrt zwei Matchbälle von Tsitsipas ab
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Tsitsipas in Satz vier souverän
Danach nahm sich der Grieche erstmal eine Auszeit und verabschiedete sich für mehrere Minuten zum Umziehen in die Kabine, während Khachanov auf der Bank verblieb.
"In den vergangenen Jahren hätte man nach dem verlorenen dritten Satz schon mal einen Tsitsipas gesehen, der seinen Schläger zerbricht oder vielleicht auch durchdreht", meinte Eurosport-Experte Boris Becker:
"Jetzt ist er deutlich ruhiger. Das hat auch etwas mit der Erfahrung zu tun - er hat bittere Niederlagen hinnehmen müssen und hat daraus gelernt. Er sieht sehr gut aus, so gut, wie ich ihn in Melbourne noch nie gesehen habe."
Mit frischen Klamotten ging's dann konzentriert ans Werk - Tsitsipas breakte zum 2:0 und schlug bei 5:3 abermals zum Matchgewinn auf. Nach 3:21 Stunden Spielzeit verwandelte er dann seinen vierten Matchball zum Finaleinzug.
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Der vierte Matchball ist es dann: Tsitsipas zieht ins Finale ein
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"Es ist total fest geworden, hat sich aber wieder gefangen. Das zeugt von Reife", meinte Tennis-Legende John McEnroe bei Eurosport anerkennend.
Erinnerungen an Baghdatis
"Das bringt Erinnerungen zurück, wie ich das Turnier früher als Kind vor dem Fernseher verfolgt habe, das Finale mit Marcos Baghdatis zum Beispiel", meinte Tsitsipas. 2006 verlor der Zyprer jedoch in vier Sätzen gegen den großen Roger Federer. "Er ist einer meiner Lieblingsspieler", verriet Tsitsipas.
Tsitsipas wird in der neuen Weltrangliste nach den Australian Open mindestens auf Rang drei vorrücken und damit sein Karrierehoch einstellen. Gewinnt er das Endspiel, wird er die neue Nummer eins. "Ich kämpfe um einen Grand-Slam-Sieg und die Nummer eins der Weltrangliste. Für diese Momente habe ich hart gearbeitet", sagte er.
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Nach Halbfinal-Sieg: Tsitsipas veralbert Trainer Philippoussis
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Der ehemalige Weltranglistenachte Khachanov wird derweil von Position 20 auf 13 springen und dabei unter anderem Alexander Zverev (Hamburg/14.) überholen. Für den Halbfinal--Einzug erhält der Russe umgerechnet 589.669 Euro Preisgeld.
Tsitsipas' Finaleinzug ist mit 1.035.905 Euro dotiert. Für den Turniersieg in Melbourne gibt es 1.896.503 Euro Prämie.
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Zu lange gebraucht! Tsitsipas kassiert Strafe und patzt
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"Das ist hart": Tsitsipas gleich zweimal mit Fußfehler
Quelle: Eurosport
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(mit SID)
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