Australian Open: Erster Satzverlust seit Oktober - doch Jannik Sinner schlägt gnadenlos zurück und steht in Runde drei

Jannik Sinner hat mit etwas Mühe die 3. Runde der Australian Open erreicht. Der Weltranglistenerste bezwang den australischen Lokalmatador Tristan Schoolkate nach einem Fehlstart mit 4:6, 6:4, 6:1, 6:3. Es war sein erster Satzverlust seit Oktober 2024, der eine beeindruckende Serie von 29 gewonnenen Durchgängen beendete. Dennoch bleibt Sinner auf Kurs, seinen Titel in Melbourne zu verteidigen.

2. Runde: Sinner schaltet nach Fehlstart hoch - Highlights

Quelle: Eurosport

Zunächst gab in der Rod Laver Arena jedoch der krasse Außenseiter den Ton an.
Schoolkate ließ sich von der großen Bühne nicht beeindrucken und spielte von Beginn an offensiv. Jannik Sinner hingegen fand schwer ins Match und machte zahlreiche unerzwungene Fehler (acht bei nur sechs Winnern).
"Er hat sein bestes Tennis noch nicht gefunden", analysierte Tennis-Legende Boris Becker bei Eurosport treffend.
Die offensive Spielweise des Australiers riss die Zuschauer mit, und beim Stand von 5:4 nutzte Schoolkate gleich den ersten von drei Satzbällen zum 6:4-Erfolg.
Damit riss Sinners Serie von 29 gewonnenen Sätzen auf der ATP-Tour - ein unerwarteter Rückschlag für den Weltranglistenersten.
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"Das sind Welten!" Underdog nimmt Sinner Satz eins ab

Quelle: Eurosport

Sinner nutzt seine Chance eiskalt

Im zweiten Satz stabilisierte sich Sinners Spiel. Zwar dauerte es bis zum Stand von 3:3, ehe er seine erste Breakchance erspielte, doch diese nutzte er eiskalt im Stile eines Champions.
"Er hat lange gebraucht, um sein Spiel zu finden. Das lag aber auch an seinem Gegner, der losgelegt hat, wie die Feuerwehr", erklärte Becker. Mit 6:4 glich Sinner aus, und das Momentum kippte endgültig auf seine Seite.
Im dritten Satz dominierte der Südtiroler das Geschehen. Zwei frühe Breaks brachten ihn schnell mit 4:0 in Führung. Nach nur 30 Minuten war der Satz entschieden - der Titelverteidiger hatte die Kontrolle übernommen.
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Sinner am Netz geschlagen: Melbourne feiert Schoolkate

Quelle: Eurosport

Sinner wird von Satz zu Satz besser

"Sinner legt einen Zahn zu", stellte Becker fest. "Er geht besser ins Feld und trifft die Bälle früher."
Der Italiener zeigte nun seine ganze Klasse und ließ dem Weltranglisten-173. keine Chance mehr. Mit 6:1 im dritten und 6:3 im vierten Satz machte Sinner nach insgesamt 2:46 Stunden den Sieg perfekt.
"Man hat den Eindruck, dass er in jedem Satz stärker wurde - bei Schoolkate war es umgekehrt", bilanzierte Becker.
In der dritten Runde trifft Sinner nun auf den US-Amerikaner Marcos Giron. "Ich muss mit meiner Leistung am Ende zufrieden sein", sagte Sinner: "Man darf die Dinge nicht als selbstverständlich betrachten und muss in jedem Match immer da sein. Ich hoffe, es wird wieder ein großartiges Turnier für mich."

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