Australian Open: Aryna Sabalenka nach harter Entscheidung im Halbfinale "wirklich wütend" auf Stuhl-Schiedsrichterin
VonNiklas Bien
Update 29/01/2026 um 14:47 GMT+1 Uhr
Aryna Sabalenka war nach dem Halbfinale der Australian Open gegen Elina Svitolina nicht gut auf Schiedsrichterin Louis Engzell zu sprechen. Dabei war die Partie nach 76 Minuten mit 6:2, 6:3 gelaufen. Im ersten Satz hatte Engzell einen nicht klar definierbaren Ausruf der Weltranglistenersten im Ballwechsel als Behinderung geahndet. Auf der Pressekonferenz äußerste sich Sabalenka dazu.
Verbale Behinderung: Referee stoppt Ballwechsel und bestraft Sabalenka
Quelle: Eurosport
Zusätzlich zum gewohnt lauten Stöhnen der 27-Jährigen rief sie während eines Ballwechsels zu Beginn des vierten Spiels im ersten Satz etwas nicht klar Definierbares - wohl aus Ärger über den nicht perfekten Schlag.
Sabalenka hatte den Ball nicht voll getroffen, mit einer leichten Bogenlampe senkte sich der Ball weit hinten ins Feld.
Bevor Svitolina den Ball zurückschlagen konnte, hatte Schiedsrichterin Louise Engzell das Spiel unterbrochen. "Behinderung" lautete das Urteil der Unparteiischen - zum Unverständnis der Weltranglistenersten.
"Es ist einfach ganz natürlich passiert. Dann hat sie es gepfiffen, und ich dachte nur: Was? Was ist los mit dir? Ich finde, es war eine falsche Entscheidung", sagte Sabalenka in der Pressekonferenz nach dem Spiel.
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"Was ist los mit dir?" Sabalenka ärgert sich über Schiedsrichterin
Quelle: Eurosport
Sabalenka: "Entscheidung hat mir geholfen"
Schon während des Spiels hatte die vierfache Grand-Slam-Siegerin mit Engzell diskutiert, auf der Pressekonferenz legte sie nach.
"Sie hat mich wirklich wütend gemacht, aber das hat mir tatsächlich geholfen und meinem Spiel genutzt. Ich war aggressiver. Ich war mit der Entscheidung nicht zufrieden, und das hat mir wirklich geholfen, das Spiel zu gewinnen", erklärte Sabalenka.
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Winner ins Glück: Sabalenka mit weißer Weste ins Finale
Quelle: Eurosport
Um die Entscheidung zu überprüfen, griff Schiedsrichterin Engzell auf den Videobeweis - oder in diesem Fall: auf den Audiobeweis - zurück, blieb nach einem kurzen Check aber bei ihrer Entscheidung.
Sabalenka hatte die Videoüberprüfung zuvor gefordert und gedacht, "es gäbe eine andere Person, die die Entscheidung treffen würde".
Rybakina wartet im Endspiel
"Aber es war sie, also wusste ich, dass sie ihre Entscheidung nicht ändern würde", sagte die Australian-Open-Siegerin von 2023 und 2024.
Nach dem Vorfall gab Sabalenka nur noch vier Spiele ab und stürmte souverän ins Finale. Dort trifft sie am Samstag auf die Kasachin Elena Rybakina (live bei Eurosport, im Stream bei HBO Max oder im Liveticker).
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"Klar gemacht, wer der Boss ist": So zog Sabalenka Svitolina den Zahn
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