Boris Becker exklusiv: So machte er Novak Djokovic wieder zur Nummer eins
Deutschlands Tennis-Ikone Boris Becker war nicht nur als Spieler erfolgreich, er führte auch als Trainer Novak Djokovic zurück an die Spitze. Im neuen Podcast "Verbalathleten - Die Stimmen von Eurosport" erklärt der 52-Jährige, wie er den Serben wieder zur Nummer eins machte. "Meine Prämisse an ihn war, dass ich Novak die Wahrheit sagen muss, weil alles andere nichts bringt", so Becker.
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2013, erzählt Becker, "gab es einen Anruf von Djokovics Manager Edoardo Artaldi, der auch ein langer Weggefährte von mir war, und er fragte mich, ob ich Trainer von Novak werden wolle". Becker wollte - und trainierte den Ausnahmespieler bis Dezember 2016. Eine erfolgreiche Zeit, in der Djokovic sechs Grand-Slam-Turniere gewann und auch wieder Platz eins in der Weltrangliste übernahm.
Fragt man Becker heute nach dem Geheimnis des Erfolgs, nennt er eine fast schon brutale Ehrlichkeit als entscheidenden Faktor. "Der Grund, warum Du vielleicht nicht mehr so gut bist, ist weil du dich als Nummer eins zu wohl gefühlt hast, dich nicht verbessert hast. Die anderen Spieler wie Nadal und Federer haben sich auf dein Spiel einstellen können. Deine Positionierung auf dem Platz gefällt mir nicht, dein Aufschlag gefällt mir überhaupt nicht", habe er seinem Schützling erklärt.
Becker und Djokovic: "Es gab keinen Stress"
Djokovic nahm die Ratschläge des bis heute jüngsten Wimbledon-Champions an. "Das muss man ihm hoch anrechnen", sagt Becker. "Wenn ich dazu viele junge Spieler im Gegensatz sehe, die einmal ein Halbfinale spielen und dann ein halbes Jahr feiern gehen. Das ist nicht zu vergleichen mit einem Charakter wie Djokovic - aber Federer und Nadal sind genauso." Djokovic sei "getrieben von der Tennisgeschichte und den ewigen Rekorden".
Becker ist es wichtig, zu betonen, dass die Beendigung der Zusammenarbeit 2016 keine Misstöne zur Folge hatte. "Es gab keinen Stress und wir sind wirklich im Guten auseinandergegangen. Bei den darauffolgenden Grand Slams haben wir uns auch immer getroffen, wenn er eine Frage zu einem Spieler hatte. Meine Tür stand immer offen", erläutert der Leimener, der während seiner aktiven Zeit sechs Titel bei den Grand-Slam-Events holte.
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